Haus-Heim-Hof

Aus der Zeit meiner
Urur… – Großeltern
von 1800 bis 1925

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Ein 100%iger Privatblog

Flecken von Obst oder Wein beseitigen (1843)

“Allerlei Flecken aus Zeugen zu vertilgen” Hannöversches Kochbuch 1843 – A. Sieveking  Obst- und Weinflecken. Hat man versäumt, sie gleich mit kaltem Wasser auszuwaschen: so weicht man sie, wenn sie sich in weißen Zeugen befinden, in oxydirte Salzsäure (oxydirtsalzsaures Kali oder Javellischen Liquor (Lau de Lavelle) jedes mit eben so vielem oder mehr Flußwasser verdünnt. Hierin läßt man den Flecken, den man vorher mit reinem Wasser ausgewaschen hat, 24 Stdn. liegen, worauf er völlig verschwunden sein wird, ohne dem Zeuge zu schaden. Dann wird dies gewaschen. Oder man vermischt in einer Obertasse 1 Theelöffel voll gepülverten Braunstein mit 1 Eßlöffel voll Salzsäure, und setzt...

Stockflecken fortschaffen (1843)

“Allerlei Flecken aus Zeugen zu vertilgen” Hannöversches Kochbuch 1843 – A. Sieveking Stockflecken. Um die grauen Flecken, welche durch eine zurückgehaltene Feuchtigkeit in der Wäsche entstehen, fortzuschaffen, mengt man 1 Löffel voll zerstoßenes Kochsalz mit 1 Theelöffel voll gepülverten Salmiak, und so vielem Wasser, als zur Auslösung der Salze gehört. Hiermit bestreicht man die Stockflecke, setzt sie damit einige Stdn. der Luft aus, und wäscht sie nun, so verschwinden sie.   ——————– x ——————– K002b/542/Anhang – Nro. 1

Harzflecken aus Zeug entfernen (1843)

“Allerlei Flecken aus Zeugen zu vertilgen” Hannöversches Kochbuch 1843 – A. Sieveking Harzflecken. Um Flecken von Wachs, Terpentin, Pech, Theer, Wagentheer, etc. wegzuschaffen, tränkt man sie mit einem durch Alkohol aufgelösten ätherischen Oel, z. B. rectificirtem Terpentin-Oel, Lavendel-Oel, Citronen-Oel oder mit Kampher-Spiritus, den man auf graues Löschpapier gießt, reibt sie dann mit Weingeist oder Colnischem Wasser nach, und streicht die Stellen mit Löschpapier. Erlaubt es die Natur der Zeuge, so kann man sie mit Seifen-Spiritus und Wasser, oder besser noch mit Ochsengalle rein waschen. Theerflecken kann man auch durch ungesalzene Butter erweichen, und dann mit Seife...

Fettflecken beheben (1843)

“Allerlei Flecken aus Zeugen zu vertilgen” Hannöversches Kochbuch 1843 – A. Sieveking  Fettflecken. Man rührt reinen weißen Bolus mit Wasser zu einem Brei an, bestreicht den Fettfleck damit, und läßt den Thon trocknen. Alsdann bedeckt man diesen mit doppeltem grauem Löschpapier, und gleitet mehrere Male mit einem heißen Plätteisen darüber hin, worauf sich das Fett in den Thon zieht. Darauf reibt man ihn aus, und reibt das Zeug mit einem wollnen Lappen nach, oder bürstet es. Dies kann man bei allen Zeugarten anwenden, deren Farben nicht allzu zart sind. Oder man legt auf beiden Seiten der fettigen Stellen Löschpapier, und fährt nun mit einem heißen Plätteisen, oder einem...

Flecken von Bier & Kaffee tilgen (1843)

“Allerlei Flecken aus Zeugen zu vertilgen” Hannöversches Kochbuch 1843 – A. Sieveking Bier-, Kaffeeflecken u.s.w. Man muß sie sogleich mit kaltem Wasser auswaschen, und mit warmem Kleienwasser nachwaschen. Bei seidenen Zeugen bedient man sich zum Auswaschen mit Nutzen der frischen Ochsengalle *) ————————-  *) Die Art, wie man sie von ihrem unangenehmen Geruch befreien, und für mehrere Jahre aufbewahren kann, findet man hier angegeben unter dem Suchwort: „Ochsengalle“. ——————– x ——————– K002b/542/Anhang – Nro. 1

Wasserflecken vertilgen (1843)

“Allerlei Flecken aus Zeugen zu vertilgen” Hannöversches Kochbuch 1843 – A. Sieveking Wasserflecken. Um diese aus Tuch zu vertilgen, muß man sie, mittelst eines kleinen Schwammes, mit aufgelösetem Arabischen Gummi bestreichen, und mit einer Bürste, dem Striche nach, sanft streichen. Bei dunkeln Seidenzeugen nimmt man Schleim von Flöhsamen, durch Einweichen des Samens in Wasser bereitet; bei hellen Zeugen Traganth-Schleim, wozu ein wenig Zucker gemischt worden ist. Dann trocknet man die Stelle mittelst eines heißen Plätteisens.   ——————– x ——————– K002b/542/Anhang – Nro. 1