Haus-Heim-Hof

Willkommen im Haus Heim Hof Blog

Dit & Dat – von all’ns wat !
Dieser Blog ist von/für PRIVAT. Er bringt Deine, meine, unsere Anliegen und Erlebnisse rund um Haus und Hof ans Licht.
Einzelne Beiträge und zusammenhängende Tagebücher unserer Autoren zeigen was bisher bereits zu vermelden war.
Eugenie und ihre Freundinnen spüren für Euch wirklich uralte Rezepte auf – Piefke verrät, wie er 25.000 € sparte – Gittis Tagebuch zeigt den steinigen Weg zu einer neuen Heizung – Mitautoren geben Ratschläge und bieten interessante Informationen an.

Allgemeine Vorschrift über das Gefrieren-Lassen – 1817

  Ich schreibe es Euch noch einmal unserer heute gebräuchlichen lateinischen Schrift:         Man zerstößt Eis, so klein wie möglich, und vermischt es mit vielem Salze, legt davon in einen Eimer, so viel,  daß die Höhe  derselben, von dem Boden  des  Eimers an  gerechnet, etwa  die  Breite einer Hand betrage.   Auf das Eis setzt man die Gefrierbüchse, mit der Masse angefüllt, die in der- selben gefrieren soll, schüttet von dem klein geklopften und mit Salz vermischten Eise auch rings um die Büchse  herum, damit diese in dem Eise recht fest stehe.  Oben  auf  das  Eis  streut  man  dann  noch einige  Hände voll Salz, weil dadurch das Gefrieren schneller bewirkt wird. Darauf läßt man die...

China-Lieferant liefert an weiße Teufel nur noch 10% aber mit 1500% Preiserhöhung !

Eingang per Mail: Am 26.03.2020 habe ich im Internet bei einem Lieferanten aus dem chinesischen lauschigen Shenzhenshilonghuaqu GuangDong ungebrauchte Einmal-Handschuhe bestellt. Kaufangebot: Der Preis für 1.000 Stück (eintausend in Worten) lautete 12,80 Euro (zwölf Euro – achtzig EuroCent). Bestellung: Ich bestellte davon die 4-fache Menge und mir wurden 51,80 Euro zuzüglich eines angemessenen Versandbeitrags in Höhe von 3,96 Euro vom Konto abgebucht. Auftragsbestätigung: Wie üblich erhielt ich eine Bestellbestätigung über die bestellte Menge und den abgebuchten Warenwert in Euro. Die Lieferung wurde mir für den 4. Mai bis 14. Mai 2020 angekündigt. Versand- und Lieferbestätigung: Am Tag...

Rindsmaul zu kochen – 1825

Nachdem das Rindsmaul gehörig gewaschen worden, wird es des Abends vorher in Wasser auf eine heiße Stelle, wo man Gluth um den Topf legt, gesetzt, den Morgen darauf gleich Feuer gemacht und es so weich, als nur immer möglich, gekocht. Man schneidet das alsdann weich gekochte Maul in zierliche Stücken und giebt diese mit einer Rosinen-Sauce, ohne große Rosinen. Auch giebt man sie auf folgende Art. Man schält Aepfel, schneidet sie in Viertel und die Kernhäuser heraus, thut sie in eine Kasserolle, läßt sie in Butter und mit der Brühe etwas kochen, giebt gereinigte kleine Rosinen, etwas Zucker, Essig und das geschnittene Maul dazu. Ist die Brühe noch zu klar, und wünscht man solche etwas...

Sandige Gartenerde durch Woll- / Kleidungsreste aufboosten

Homey‘s beste und meine gute Freundin Lydia hat ihr Domizil in der Uckermark aufgeschlagen und dort ihren Lebensmittelpunkt gefunden. Ein gepflegter Restbauernhof mit reichlich ausreichend Grundstück und mir als Städter sehr weitläufig anmutendem Gemüse- / Nutzgarten, mit genügend Platz für alle Arten Unkraut, haben ihr ganzes Herz gewonnen. W. Hieroldt schreibt in seiner Abhandlung „Die Böden Brandenburgs im Überblick“ über die dortigen Bodenverhältnisse: „Flächig dominieren Böden aus Sanden und Lehmsanden (D-Standorte), die vor allem durch Eisvorstöße des Brandenburger und Pommerschem Stadiums der Weichselkaltzeit abgelagert wurden.“ Man könnte aber auch sagen, dass hier der Sand liegt...

Erst Corona 19 und jetzt auch noch die Ratten

Hi ihr Feinschmecker, möchte Euren Wettbewerb der antiken Rezepte einmal unterbrechen und Eure Aufmerksamkeit auf etwas aus der Neuzeit zum Thema Haus-Heim-Hof richten. Zu Zeiten der Corona-Epidemie bzw. Covit-19-Pandemie und den Ausgehbeschränkungen nimmt allerorten die Population des Rattenvolkes zu. Die zu Hause, aus purer Langeweile, um die Wette futternden Bevölkerung wirft offenbar die zuviel gehamsterten Lebensmittel in großen Mengen ins Klo und dadurch in die Abwasserkanäle und den Ratten zum Fraß vor. Wie das zu Haus zum Nichtstun gezwungene Volk kommt auch die Ratten bei einer derartigen Versorgung auf die Idee zu poppen, was das Zeugs hält. Unser Nachbar – ein...

Ändern wir den Blog ? Lassen wir’s beim alten?

Eugenie u.a. Autorinnen möchten den Schwerpunkt des Blogs auf das Thema “Omas Kochbücher” ausrichten und auf Rezepte und Lebensgewohnheiten des 19. Jahrhunderts legen. Macht auf den ersten Blick nichts her, aber man stellt sehr bald fest, dass die Thematik gar nicht so ohne ist. Schnell findet man heraus, dass das Leben damals zwar ohne viele unserer heutigen Selbstverständlichkeiten ablief, die Menschen jedoch in einer Zeit lebten, in der Erfindungen und Weiterentwicklungen auf jedem Gebiet explosionsartig stattfanden. Der helle Wahnsinn. Wusstet ihr, dass die Grundlagen des Faxgeräts in den Jahren um 1840 (genau = 1840) erforscht und beschrieben worden sind? Schon damals...

Die Bürgerliche Küche – 1891

Interessant ist Euer Rezept- oder Kochbuch-Blog in der Tat. Würde auch gern etwas beitragen. Mein Name ist Gerhard und ich wohne in der Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover im Stadtteil Linden, genannt „Hannover-Linden“. Auf unserem wöchentlich im Zentrum stattfindenden Flohmarkt habe ich das originale Kochbuch von „Emilie Graf – Die Bürgerliche Küche – Ausgabe 1891“ erworben. Das hatte 2 Gründe. Erstens koche ich für mein Leben gern, zweitens wurde dieses Kochbuch im Deutschen Reich in der wilhelminischen Epoche während der Regierungszeit von Kaiser Wilhelm II vom Verlag Manz und Lange in Hannover-Linden auf den Markt gebracht. Mir wurde gesagt, das Kochbuch der Emilie Graf sei für die...

Deutsch-Kaiser Suppe (1871)

Man streue in zwei Liter sehr kräftige, kochende Bouillon vier bis sechs gehäufte Eßlöffel voll Tapioka, je nachdem man eine dünne oder dickliche Suppe wünscht, und lasse es fünf Minute kochen; habe dann recht schwarze,  mit frischer Butter  und ein wenig Bouillon gedämpfte Trüffel, recht  rote  gepökelte Ochsenzunge und recht  weißes  Brustfleisch von gebratenem Geflügel, alles zu gleichen Theilen, schneide es in ganz gleiche Streifchen (Filets), lege sie in die Suppen-Terrine und gieße die Suppe darüber. Diesen Beitrag haben wir von Günther Zerbst am 21.04.2020 erhalten. Er will rechtzeitig auf den Jubiläumstag der Krönung Wilhelm I zum Deutsche Kaiser und die seinerzeit von seinen...

Zucker-Honig-Schnaps-Teig (so um die 1920)

. . Dagmar Reese aus Baden-Württemberg hat dieses handschriftliche Rezept in einem Kochbuch der Jahre 1945 – 1960  ihrer Mutter gefunden. Der Zettel funktionierte dort als Lesezeichen. Anhand der Schrift und dem Font-Mix aus Sütterlin und Latein mag der Text wohl in den Jahren 1930 bis 1945 niedergeschrieben worden sein. Die Nationalsozialisten verboten diese Schrift  mit Jahresbeginn 1941. Hier sieht man im Schriftbild noch reichlich beide Elemente in den Großbuchstaben, dem “z”, dem “d” , dem Wort “Zucker” und den Symbolen für “Pfund” und “Gramm”. Der Text lautet: 1 1/2 Pfund Zucker 1/2 Pfund Honig 4 Eier 1/8 Liter Schnaps...

Praktisches Kochbuch für die Deutschen in Amerika – 1879

Ich bin Christine ……,  lebe in SH, ganz nah dran an MV, und ich möchte bei Euch mitmachen. Unmittelbar vor den Osterfeiertagen 2020 behielt ich von meiner Kusine aus Wisconsin (USA) ein Kochbuch aus dem Familienbesitz meines Onkels zugeschickt. Auf der Innenseite ist in altdeutscher Handschrift der vollständige Name meiner Großmutter eingetragen, die meinen ostpreussischen Großvater 1923 in den USA geheiratet und mit ihm 1925 nach Deutschland zurückkehrte, um einen landwirtschaftlichen Betrieb zu erwerben. Das Kochbuch basiert auf dem von Henriette Davidis verfassten und 1862 von Velhagen und Klasing, Bielefeld in 9. Auflage erschienen Werks: „Praktisches Kochbuch für die...