Haus-Heim-Hof

Autor Simone

Kaffee durchzuseihen – ca.1820

Original Betty Gleim – ca. 1821           ………………………………                              “Kaffee durchzuseihen”         Man  hängt in eine  Kaffeekanne  einen  Kaffee-trichter, thut 1 Loth gebrannten und gemahlenen Kaf-fee  hinein,  und gießt  in diesen  2 – 3  Obertassen vollkochendes Brunnenwasser,  ( je härter das Wasser,  je besser. )  Zur Zeit muss man  nur  wenig  Wasser  auf-gießen; denn je langsamer man den Kaffee durchseihet, je kräftiger schmeckt er.         Noch schmackhafter wird der Kaffee, wenn mandie eine Hälfte  desselben  nur gelb,  bis zur  Farbe  derMandeln,  die andere aber,  bis...

Kaffee zu kochen – im Jahr 1821

Original Betty Gleim – ca. 1821 Heute zeige ich Euch die Beschreibung für die Zubereitung von Kaffee, wie diese wortwörtlich durch Betty Gleim um 1820 in der Original 3. Auflage im  Bremischen Kochbuch niedergeschrieben worden ist. ………………………………                                Kaffee zu kochen           Wenn man  recht guten Kaffee kochen will,  sorechnet man auf  1 Loth Kaffee 2 – 2 ½ Obertasse vollkochendes Brunnenwasser. Der gebrannte und gemah-lene Kaffee  wird in eine  Kaffeekanne geschüttet, daskochende  Wasser darauf gegossen, und auf Feuer  ge-setzt.   Man  läßt ihn kochen,  bis er ganz klar ist, etwa5...

“Krebsbutter” A.D. ca. 1840

Im Artikel “Farcirte Semmelsuppe – 1805“, in welchem es um eine Semmel-Füllung, bestehend aus einem Ragout aus “Rinds-/ Kalbseuter” und “Kalbsmilch” geht, wird auch die Zutat “Krebsbutter” als Alternative zu “frischer Butter” genannt.Hierzu habe ich in meinen Original-Kochbüchern folgendes gefunden:                                               Krebs-Butter         Man  kocht  50 bis 60  Flußkrebse  in  Salzwasser  ab,  bricht die  Schwänze  ab und  hebt sie zu anderweitiger Benutzung auf,so  auch  das Fleisch aus  den Leibern und nimmt nur die rothen Schaalen   und  Scheeren   und  stößt  sie  mit  12  Loth  Butter  ineinem ...

Küche im Königreich Hannover

Ich mache mit ! Da habe ich vor etlichen Monaten im typisch unsortierten Krimskrams unserer Familie auf dem Dachboden vollkommen unvorbereitet einen echten Küchenschinken gefunden. Hat inzwischen zirka 180 Jahr auf dem Rücken und ist trotz seines Alters ganz erstaunlich beieinander. Niemand hatte noch eine Erinnerung an seine Existenz.Fachkundige und Entrümpler bezeichnen so etwas ja gern als “Kellerfund” oder “Scheunenfund”. Soll so einen Gegenstand wohl noch echter und dadurch wertvoller machen.Ich habe mich sehr gefreut. Natürlich musste ich das Buch auf der Stelle ganz sachte aufgeschlagen, sofort hineinschauen und vorsichtig darin blättern.Irgendwie hatte das...