Haus-Heim-Hof

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Sandige Gartenerde durch Woll- / Kleidungsreste aufboosten

Homey‘s beste und meine gute Freundin Lydia hat ihr Domizil in der Uckermark aufgeschlagen und dort ihren Lebensmittelpunkt gefunden. Ein gepflegter Restbauernhof mit reichlich ausreichend Grundstück und mir als Städter sehr weitläufig anmutendem Gemüse- / Nutzgarten, mit genügend Platz für alle Arten Unkraut, haben ihr ganzes Herz gewonnen. W. Hieroldt schreibt in seiner Abhandlung „Die Böden Brandenburgs im Überblick“ über die dortigen Bodenverhältnisse: „Flächig dominieren Böden aus Sanden und Lehmsanden (D-Standorte), die vor allem durch Eisvorstöße des Brandenburger und Pommerschem Stadiums der Weichselkaltzeit abgelagert wurden.“ Man könnte aber auch sagen, dass hier der Sand liegt...

Erst Corona 19 und jetzt auch noch die Ratten

Hi ihr Feinschmecker, möchte Euren Wettbewerb der antiken Rezepte einmal unterbrechen und Eure Aufmerksamkeit auf etwas aus der Neuzeit zum Thema Haus-Heim-Hof richten. Zu Zeiten der Corona-Epidemie bzw. Covit-19-Pandemie und den Ausgehbeschränkungen nimmt allerorten die Population des Rattenvolkes zu. Die zu Hause, aus purer Langeweile, um die Wette futternden Bevölkerung wirft offenbar die zuviel gehamsterten Lebensmittel in großen Mengen ins Klo und dadurch in die Abwasserkanäle und den Ratten zum Fraß vor. Wie das zu Haus zum Nichtstun gezwungene Volk kommt auch die Ratten bei einer derartigen Versorgung auf die Idee zu poppen, was das Zeugs hält. Unser Nachbar – ein...

Die Bürgerliche Küche – 1891

Interessant ist Euer Rezept- oder Kochbuch-Blog in der Tat. Würde auch gern etwas beitragen. Mein Name ist Gerhard und ich wohne in der Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover im Stadtteil Linden, genannt „Hannover-Linden“. Auf unserem wöchentlich im Zentrum stattfindenden Flohmarkt habe ich das originale Kochbuch von „Emilie Graf – Die Bürgerliche Küche – Ausgabe 1891“ erworben. Das hatte 2 Gründe. Erstens koche ich für mein Leben gern, zweitens wurde dieses Kochbuch im Deutschen Reich in der wilhelminischen Epoche während der Regierungszeit von Kaiser Wilhelm II vom Verlag Manz und Lange in Hannover-Linden auf den Markt gebracht. Mir wurde gesagt, das Kochbuch der Emilie Graf sei für die...

Zucker-Honig-Schnaps-Teig (so um die 1920)

. . Dagmar Reese aus Baden-Württemberg hat dieses handschriftliche Rezept in einem Kochbuch der Jahre 1945 – 1960  ihrer Mutter gefunden. Der Zettel funktionierte dort als Lesezeichen. Anhand der Schrift und dem Font-Mix aus Sütterlin und Latein mag der Text wohl in den Jahren 1930 bis 1945 niedergeschrieben worden sein. Die Nationalsozialisten verboten diese Schrift  mit Jahresbeginn 1941. Hier sieht man im Schriftbild noch reichlich beide Elemente in den Großbuchstaben, dem “z”, dem “d” , dem Wort “Zucker” und den Symbolen für “Pfund” und “Gramm”. Der Text lautet: 1 1/2 Pfund Zucker 1/2 Pfund Honig 4 Eier 1/8 Liter Schnaps...

Schweinsohren zu kochen [A.D. 1790]

Diese    werden    gesorten   in   Wasser    und Eßig, auch mit einem Zwiebel und Lorbeerblatt;    wenn sie  ganz  waich sind ,   werden  sie zu langlechten Stücklein geschnitten, in einem Stücklein Butter wird ein klein geschnittenes Zwiebelein gedämpft,  ein Löffelein von Mehl dazu genommen und solches gelblecht  gemacht ,  von obiger  Brühe angefüllt, die   Ohren  darein gethan  und  etwas   Pfeffer.       Vor    dem    Anrichten  kann    man   ein paar  Löffel voll   Senf   daran   rühren ;    wenn dieses aber  nicht beliebig ist ,   kann man  auch Zucker daran brennen. Man  kann die Füsse vom Schwein auf die nämliche Art sieden, sie von den Beinen ablösen, mit Butter schmieren, im...

Obstwein zu machen [ca.1830]

Im Gewölbekeller unseres Hauses, welches der Familie seit Menschengedenken eigen ist, habe ich eine Steige mit Hinterlassenschaften meines Opas und seiner Eltern und Voreltern gefunden. Darunter auch “Recepte”. Richtig alt. So sieht das alles auch aus und staubig es auch auch. Es ist mir irgendwie heilig. Gehört es doch zur Geschichte unserer Familie.Wir sind Landwirte. Keine Winzer. Offenbar mochte einer unserer Altvorderen kein Obst, quetschte es lieber aus und produzierte stattdessen Wein. Faßringe gibt es im Schober auch noch zu finden. Vielleicht hat der Urahn hier das Obst verarbeitet. Unser Obstgarten ist gewaltig. Basisstoffe hab es wohl ausreichend. Habe euch das...

Ganz plötzlich wohnen bei dir Fremde

Der „Berliner Kurier“ und der „Focus” berichten im Internet: In Oberhausen wurde einer jungen Frau die an sie ordnungsgemäß seit Jahresbeginn vermietete, von ihr eingerichtete und durch sie allein ständig bewohnte Wohnung regelrecht „entwendet“. Sie kam am 1. Mai von einer Auslandsreise zurück und konnte ihre Wohnungstür nicht öffnen, da ihr eigener Wohnungsschlüssel nicht (mehr) ins Schloss passte. Sie rief die Polizei und man stellte fest, das Türschloss war getauscht und die Wohnung von ihr fremden Männern bezogen worden. Diese erklärten, dass sie Touristen aus Albanien wären. War evtl. ein Wohnungsnachbar an diesem Homejacking beteiligt? Er soll geäußert haben, dass er die...

Maulwurfsversteher

Grüße aus dem Thüringischen. Wir wollen einem guten Freund beim Umzug helfen. Seinen Vorschlag, uns zu bezahlen, haben wir nicht angenommen. Statt dessen hat er sich bereit erklärt, quasi als Gegenleistung, über seine Maulwurfserfahrungen zu berichten. Hier ist sein Beitrag, den wir nur allzugern veröffentlichen: — Der geborene Maulwurf ist ein scheues, gänzlich unaufdringliches, friedfertiges, scheinbar nützliches Wesen und hat so gar nichts mit seinem Namensvetter zu tun, der von Banken und Behörden, Militär, Polizei oder Industrieunternehmen für die Weitergabe vertraulicher Informationen, mir fallen zur Sekunde beispielhaft Steuer-CDs ein,  verantwortlich zeichnet. In unserem...

„Der Gelbe Punkt“ braucht Deine Hilfe – Ja Deine !

Bei Geld werden wir komisch und da hörte und hört schon mal die eine oder andere Freundschaft unerwartet schnell auf. Auch in Zukunft wird das nicht anders sein. Wer an unser Geld will, der sollte sich vorsehen. Wenn wir Geld für irgendetwas ausgeben müssen, dann wollen wir dafür natürlich auch etwas erhalten. Das ist eine eiserne Regel. Nun ist es aber so, dass wir hunderte Millionen Euro selbst verschuldet verschwenden, weil wir Zivilisierte nämlich eine ziemlich unangenehme Eigenschaft besitzen. Was uns nicht (mehr) gehört, damit können wir leichtsinnig, mit Vorsatz verschwenderisch oder gar vernichtend fahrlässig umgehen. Wir betrachten gemeinschaftliches Vermögen als herrenloses Gut...