Haus-Heim-Hof

Autor Eugenie

Allgem.dt.Kochbuch 1832

Hallo Simone, ich heiße Dich bei uns sehr willkommen.Interessiert schau ich Deiner Buchvorstellung zu. Concierge hat mich sofort auf Dich aufmerksam gemacht. Glückwunsch, dass Du so ein ausgesprochen seltenes Kochbuch Dein Eigen nennen kannst. Dass Du damit bei uns mitmachst und uns in Deinen „Schinken“, reinschauen lässt, ist uns eine besondere Ehre. Besonders, wo es nur 1 einzige Auflage gegeben zu haben scheint. Eine weitere ist niemals genannt, registriert oder angeboten worden. Ein rechtes Meisterstück.Mein „Prachtexemplar“ habe ich Euch ja bereits vorgestellt, als ich das Rezept der PIROPIES veröffentlichte.An dieser Stelle noch einige ergänzende Angaben zum Sammlerstück.Der Wälzer...

Zwischendurch: “Mehr als 5.000 Rezepte erhalten !”

Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes “platt”!Meine Freundinnen, gute Bekannte, Blog-Leserinnen und sportliche Rezeptsammlerinnen müssen wohl “zu heiß gegessen haben”.Ich habe hier inzwischen Unmengen an Mails mit Rezepten, Scans, Verknüpfungen erhalten. Sogar 4 ernstgemeinte  Leihangebote  echter Originalbücher  der frühen 1800ter-Jahre habe ich bekommen.  Ich habe mal alles “überschlagen” und garantiere, dass ich gerade ganz sicher etliches mehr als 5.000 Rezepte vor mir habe. Das ist in der Tat gering geschätzt.Mal sehen was ich für uns aus dieser schier unglaublichen Menge heraussuchen kann. Werde einige Mitautorinnen bitten, mir bei Kaffee und Kuchen...

Kalbs-Gekröse gefüllt

PrologDie beiden Verfasser des Niederrheinischen Kochbuches von 1777, aus dem ich Euch dieses,  damals ganz und gar nicht ungewöhnliche Rezept vorstelle, beendeten zur Drucklegung des Originals ihre mehrseitige, sehr umfängliche Vorrede für ihr – so hofften sie damals – unentbehrliches Kochbuch mit folgenden selbstbewussten Worten (Zitat):„Vorrede…….Wir haben nicht nöthig unsre Sachen auszuposaunen und anzupreisen. Wir erwarten den Beifall eines jeden, durch die Versuche, die ein jeder daraus anstellen möchte, und die die Wahrheit unsers Vorgehens bestätigen müssen. Eine gute Waare lobt sich selbsten.Schließlich empfehlen wir dieses Kochbuch allen Freunden der...

Piropies (A.D.1832)

                              Piropies.Ein Viertelpfund Butter wird zu Sahne gerieben, 3 bis 4 Eier dazu gerührt, nebst für 1 und 1/3 Gr. weichen, gut abgelaufenen weißen Käse, reibt dieses mit etwas Milch oder Sahne recht fein, giebt die ab-geriebene Schale einer Zitrone, Zucker und einige Kör-ner Salz dazu.  Wenn alles gut durch einander ge-rührt worden, thut man so viel Mehl hinzu, daß es ein Teig wird, der sich mangeln läßt, jedoch nicht zu fest. Man rollt diesen Teig nun in der Dicke ei- nes Pfeifenstiels aus, schneidet davon 3 Finger breite Streifen, bildet daraus schräge Vierecke, läßt diese in Wasser, wie Klöße, kochen, salzt sie, thut sie in eine Schüssel und giebt Zwiebeln, in...

Lammfleisch sächsisch (A.D.1843)

  Lammfleisch auf sächsische Weise mit MajoranNachdem man das Lammfleisch in Stücke gehauen und mit kochendem Wasser überbrüht hat, wäscht man es wieder in frischem Wasser aus, legt es in einen Topf, gießt Bouillon daran, gießt ungefähr 2 gute Hände voll kleingeriebenen Majoran, etwas Muskatblumen, ein wenig Ingwer dazu und läßt es langsam gar kochen. Zuletzt thut man noch ein Stückchen Butter daran, macht die Brühe mit Semmelkrumen seimig und richtet dann an. Dampfmaschinendruck 1843 „Kochbuch für Hausfrauen und Köchinnen“

Fasten-Pastetchen (19.Jh)

Aus der ganz sicher antiken Loseblatt-Rezeptsammlung ihrer “Tante Thekla”, die dieses Erbe ihrer Großmütter wie einen Goldschatz behütet und mit Händen und Füßen tapfer verteidigt und die Dokus so auch erfolgreich über die letzten Jahrhundertwenden gerettet wurden,  sendet uns Almuth heute einmal dieses Abbild einer Veröffentlichung aus den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts, also so um die plus/minus 1880.Almuth berichtet amüsiert und anschaulich, dass die Rezeptblätter, Notizen, Zeitungsausschnitte unglaublich alt und deswegen richtig zerschlissen sind, ihr Ursprung und Herkunft nach mindestens 2 Weltkriegen vollkommen unklar bleiben, das Äußere der Blätter anhand...

Weinsuppe mit Schokolade (A.D.1864)

Tach auch, hab da etwas richtig Uraltes für Euch. “Weinsuppe mit SchokoladeMan dämpfe zwei Eßlöffel feines Mehl in einem Stück frischer Butter hellgelb, gieße dann ein Liter Wasser und zwei Liter weißen Wein daran und füge, wenn es kocht, 250 g geriebene Schokolade und Zucker nach Geschmack hinzu, lasse es, unter stetem Rühren, aufkochen, ziehe die Suppe mit sechs Eidottern ab und richte sie über in Butter geröstete Weißweinwürfel an.” Ich habe das Rezept buchstabengetreu und wortwörtlich für Euch abgeschrieben. Nicht einen Punkt abgeändert.Unsere gute Großmutter Hedwig meint gestern dazu, ihre Großmutter habe ihr berichtet, ein gestandenes Mannsbild der Familie, das 1864  im...

Tutti-Frutti-Kaltschale (A.D.1886)

Man thue Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und ausgesteinte saure Kirschen, von jedem 1/8 l, mit Zucker vermischt, in eine Terrine und füge vier Aprikosen, 2 Pfirsiche und ein hübsches Stück Melone, alles in kleine Streifen (Filets) geschnitten und ebenfalls mit Zucker durchstreut, hinzu, gieße eine Flasche weißen Wein darüber und lasse es, fest zugedeckt, an einem kühlen Orte stehen, bis der Zucker, etwa 150g, geschmolzen ist; gebe nun noch ½ l Wein, ein Gläschen feinsten Cognak, 1 ½ bis 2 l Wasser und nach Geschmack vielleicht auch noch etwas Zucker daran und rühre das Ganze um.Berliner Lokal-Anzeiger 1886  

REZEPTE und TIPPS – 100 Jahre und älter

Ich bin von Stund an Eure “Administratorin für Haushaltstipps” und nehme in diesem Blog die neue KATEGORIE “Omas Rezeptbuch” unter meine Obhut.Hier sammle ich für Euch in lockerer Folge “REZEPTE und TIPPS – 100 Jahre und älter!Aus Haus – Heim – Hofunserer Groß- und Urgroßeltern.“ Versprechen: “Ich will ganz sicher KEIN neues Kochbuch ins Netz stellen.”Wozu auch? Davon gibt es wahrlich mehr als wir vertragen können. Ich versuche in diesem Blog etwas anderes:Ich möchte jahrhundertealte Koch- und Backrezepte in originalem Wortlaut niederschreiben, sowie an uraltes Wissen über Haus-Heim-Hof unserer Groß- und Ur-/Urur-Großeltern...