Haus-Heim-Hof

Allgemeine Vorschrift über das Gefrieren-Lassen – 1817

 

Ich schreibe es Euch noch einmal unserer heute gebräuchlichen lateinischen Schrift:

        Man zerstößt Eis, so klein wie möglich, und vermischt es mit vielem Salze, legt davon in einen Eimer, so viel,  daß die Höhe  derselben, von dem Boden  des  Eimers an  gerechnet, etwa  die  Breite einer Hand betrage.   Auf das Eis setzt man die Gefrierbüchse, mit der Masse angefüllt, die in der- selben gefrieren soll, schüttet von dem klein geklopften und mit Salz vermischten Eise auch rings um die Büchse  herum, damit diese in dem Eise recht fest stehe.  Oben  auf  das  Eis  streut  man  dann  noch einige  Hände voll Salz, weil dadurch das Gefrieren schneller bewirkt wird. Darauf läßt man die Büchse etwa 1/4 Stunde ruhig stehen, dann schüttet man sie  einigemale beim Henkel stark um, doch so, daß sie immer im Eise bleibe, öffnet nun den Deckel , und steckt  mit der einen Hand einen Spatel hinein, während man, mit der anderen Hand, die Büchse immer im Kreise herumdreht, so, daß sie sich be- ständig  im Eise  um den Spatel,  und zwar so schnell als möglich, herum bewege. Jedoch muß man Acht haben,  daß  hierbei  kein Eis  in  die  Büchse  fliege, und deshalb lieber ein reines Tuch um dieselbe herum schlagen.  Mit  dem Spatel  muß  man  unterdessen  die in der Büchse befindliche Masse recht stark rühren, und besonders das, was sich an den Boden und die  Seiten der  Büchse angesetzt  hat, losarbeiten. Sollte sich zu viel ansetzen, so  muß man einen Augenblick mit  dem  Drehen  einhalten,  vermittelst des Spatels das Gefrorene von den Seiten abstoßen, und es nun völlig   zerstampfen.  Hierauf  läßt  man  die  Büchse wieder 1/4 Stunde stehen, dreht sie dann aufs Neue, und fährt so fort, bis die gefrorene Masse steif, jedoch nicht  klümperig,  sondern so ist,  daß sie sich wie Butter schneiden läßt.

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Titelfoto: MORGUEFILE_DSCN2398-MaryRN

 

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