Haus-Heim-Hof

China-Lieferant liefert an weiße Teufel nur noch 10% aber mit 1500% Preiserhöhung !

Eingang per Mail:

Am 26.03.2020 habe ich im Internet bei einem Lieferanten aus dem chinesischen lauschigen Shenzhenshilonghuaqu GuangDong ungebrauchte Einmal-Handschuhe bestellt.
Kaufangebot:
Der Preis für 1.000 Stück (eintausend in Worten) lautete 12,80 Euro (zwölf Euro – achtzig EuroCent).
Bestellung:
Ich bestellte davon die 4-fache Menge und mir wurden 51,80 Euro zuzüglich eines angemessenen Versandbeitrags in Höhe von 3,96 Euro vom Konto abgebucht.
Auftragsbestätigung:
Wie üblich erhielt ich eine Bestellbestätigung über die bestellte Menge und den abgebuchten Warenwert in Euro.
Die Lieferung wurde mir für den 4. Mai bis 14. Mai 2020 angekündigt.
Versand- und Lieferbestätigung:
Am Tag nach der Bestellung kam Stunden vor dem Aufstehen zu meiner Freude auch bereits die Versandbestätigung auf meinem eMail-Konto an. In ihr wurden Artikelbeschreibung, nun bereits gekaufte Menge, bereits gezahlter Kaufbetrag, die ebenfalls bezahlten Lieferkosten und der bereits mitgeteilte Liefertermin erneut bestätigt.

Alles super !

Am 14. April 2020 händigte unsere Postbotin mir ein Päckchen in einer Kunststofftüte aus. Darin waren 4 Papierkartons, in denen mir 4 x 100 Stück transparente 1xHandschuhe geliefert wurden.
10% der bestellten und avisierten Menge.
Ich war natürlich irritiert. Ich weiß sehr wohl, wie groß ein Paket mit 4.000 – also 40 Kartons zu je 100 Einmal-Handschuhe sein müsste.
Jeder kann den Unterschied zwischen 4 und 40 mit 1 Blick erfassen. Ich auch !
War dies nur eine nicht
abgesprochene Teillieferung?
Sollte ich nun
auf 10 Einzellieferungen zu je 4 Kartons Einmal-Handschuhe zu erwarten haben?
Ich schaute auf der Internetseite des Versandhandels nach und bekam einen Schrecken. Dort stand nämlich, dass ich die komplette Liefermenge erhalten hätte.

Natürlich setzte ich mich unverzüglich mit dem Shopbetreiber in Verbindung. Doch dank Conora-19 konnte ich keinen persönlichen Kontakt herstellen, erhielt aber per Internetseite den wertvollen Tipp, dass ich mich mit dem Lieferanten direkt in Verbindung setzen sollte.
Ok, vielleicht ist das so üblich, dass der Shopbetreiber nichts mit den Dingen zu tun haben will, die die Lieferanten auf seiner Webseite so anstellen.
Aber
andererseits, warum sollte ich dem Lieferanten nicht schreiben.
Ich teilte also
über die Webseite des Shopbetreibers mit, dass ich nur 10% der Lieferung erhalten hätte, der Shopbetreiber aber notiert hätte, dass ich die Lieferung bereits zu 100% erhalten hätte. Ich wies deutlich auf die Unstimmigkeit hin, zeigte unmissverständlich an, dass ich ein derartiges, nicht besprochenes oder angekündigtes Vorgehen nicht spaßig fände und forderte die Restlieferung in der angekündigten Lieferzeit.

Ich hatte meinen Finger noch nicht einmal richtig von der Sendetaste, da kam auch schon eine Antwort angerauscht. Sinngemäß hieß es, dass meine Nachricht frech und unbegründet sei, die Restlieferung zu groß gewesen wäre aber unterwegs sei und bald ankäme, wenn ich meine „unangemessene“ Beurteilung wieder zurückziehen würde.

Ich dachte: „Ist der irre?“
Erst bietet er 1.000 Stück und jetzt behauptet er, dass mehr 400 Stück schon zu viel sind?


Was raucht der für schlimme Pilze?


I
ch schrieb ohne Verzug und unter dem Eindruck seiner unerhörten Antwort zurück, dass ich seinem Wunsch keineswegs folgen würde und nicht meine Beurteilung unangemessen wäre, sondern seine Abwicklung und seine burschikose Forderung. Gegebenenfalls könnten wir noch einmal mit einander korrespondieren, wenn ich den Eingang der bestellten, bezahlten und bestätigten Warenlieferung vor mir liegen hätte. Ich kündige auch an, dass ich den Shopbetreiber über diesen Vorgang in Kenntnis setzen würde.

Eigentlich war ich mir nicht sicher, ob der Shopbetreiber reagieren würde.
Die Verkaufsprovision wird ja vom Verkaufspreis berechnet.
Die wäre ja jetzt auch höher.
Warum sollt er also daran interessiert sein, mir zu helfen?

Wieder dauert es nur eine ganz geringe Zeitspanne, da hatte ich erneut Post vom Lieferanten.
Er teilte mir mit, dass er mir den Kaufpreis erstatten würde.
Im Shop kennzeichnete er
meine Bestellung als durchgeführte Warenrückgabe.

Was für eine freche Lüge !

So bekam ich ungewollt über den Shopbetreiber die abgebuchte Kaufsumme wieder zurück.

Aber das war doch nicht der Deal !

Ich wollte nur meine Ware und will sie immer noch.


Aber jetzt kommt‘s erst richtig krass:

Während ich nach Erhalt der teilweisen Warenlieferung auf der Shopseite das Angebot, meine Bestellbestätigung, den Liefertermin udgl. überprüfte, stellte ich fest, dass sich der Eintrag auf der Shopseite im Abstand von je 45 Sekunden nacheinander 3 x änderte.

Plötzlich stand wie hingezaubert in großen Lettern neben der Abbildung der Verpackung von 100 Stück Einmal-Handschuhen der Hinweis „100 Pieces“.
Der Text, dass es sich um 1.000 Stück handelt wurde 45 Sekunden später ebenfalls in 100 Stück geändert.
Geschätzt 45 – 60 Sekunden danach wurde der Preis für 100 Handschuhe von 12,80 Euro auf 18,80 Euro angehoben.

Wenn ich mit Eurer Erlaubnis einmal nachrechne:
Die Menge wurde auf 10% reduziert. Das entspricht einer Preiserhöhung von 1.000 Prozent.
Die
nachträgliche Preiserhöhung um 50% macht insgesamt daraus eine

15-facher Preis

oder

Preiserhöhung auf 1.500 Prozent.

Ich war noch nie Zeuge einer solchen Schandtat, die zudem direkt vor meinen Augen und während der laufenden PC-Sitzung stattfand.

Eben soll ich für 12,80 Euro noch 100 Handschuhe bekommen.
Nun werden mir für diesen Betrag
nicht einmal 7 Handschuhe geliefert.

Für mich sind das allerübelste Methoden.
Will mich da gerade ein chinesisches Schlitzohr in einen Geld scheissenden Goldesel verwandeln?


Salve
Rinaldo Rinaldini

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