Haus-Heim-Hof

Ändern wir den Blog ? Lassen wir’s beim alten?

Eugenie u.a. Autorinnen möchten den Schwerpunkt des Blogs auf das Thema “Omas Kochbücher” ausrichten und auf Rezepte und Lebensgewohnheiten des 19. Jahrhunderts legen.
Macht auf den ersten Blick nichts her, aber man stellt sehr bald fest, dass die Thematik gar nicht so ohne ist.
Schnell findet man heraus, dass das Leben damals zwar ohne viele unserer heutigen Selbstverständlichkeiten ablief, die Menschen jedoch in einer Zeit lebten, in der Erfindungen und Weiterentwicklungen auf jedem Gebiet explosionsartig stattfanden. Der helle Wahnsinn. Wusstet ihr, dass die Grundlagen des Faxgeräts in den Jahren um 1840 (genau = 1840) erforscht und beschrieben worden sind? Schon damals wimmelte es in Europa nur so von hellen Köpfchen.
Die Zahl der Kochbücher schoss wie Spargel in die Höhe. Wenn man die Liste der Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt betrachtet und Romane, Prosa und Lyrik weglässt, fällt man aus allen Wolken, was damals bereits alles in unglaublicher Geschwindigkeit erfunden, zu Papier gebracht und veröffentlicht wurde.
Und das alles, obwohl überall und nirgends kriegerische Auseinandersetzungen regelrecht an der Tagesordnung, ja quasi beinahe selbstverständlich waren.
Auch die Küchen und deren Einrichtungen waren Teil dieser Epoche und der Beruf des Kochs gewann erheblich an Ansehen. Darüber hinaus erlangten Köche in den Wirren des 19. Jahrhundert die Möglichkeit, wie die Zimmerleute durch In und Ausland  zu ziehen, zu lernen und letztendlich bei gutem Lohn dort zu arbeiten, wo sie wollten. Köchinnen hatten es allerdings noch nicht so leicht. Aber sie schrieben Kochbuch über Kochbuch. Wie von der Tarantel gestochen brachten sie ihre Rezepte in die Kochbücher und in die Welt. Sie fühlten sich regelrecht berufen, für ihre Bücher einen ganz eigenen Markt zu schaffen.

Aber bei Haus-Heim-Hof geht es nicht  nur um Essen!

Piefke hat uns angeboten, über den Bau eines Carports (6 x 9 m) zu berichten, der im Handel in Einzelteilen ohne Dach für 10.500 zuzügl. Kosten der Anlieferung zu kaufen ist, den er identisch und ebenfalls niegel-nagelneu für etwa 3.500  mit Dach, inkl. Anlieferung bezogen hat.
Ihm liegen Angebote für rund 20.000 bis 23.000 Euro von Zimmererbetrieben vor, die auch nichts anderes liefern wollten, aber in diesem Preis den kompletten Aufbau eingerechnet hatten.
Dazu kamen 2 Rolltore, Pflasterarbeiten, Abwasseranlage.
Alles zusammen sollte sich dann auf etwa 30.000 bis 35.000 Euro belaufen.
In diesem Preis waren Kosten für Architekten, Statiker, Behörden, Bauschuttbeseitigung und diverser Kleinkram nicht enthalten.
Piefke überschlägt diese Aufwendungen pauschal mit rund 5.000 Euro.

Er hat den Carport selbst aufgestellt und auch alle Montage- und Nebenarbeiten allein bewerkstelligt und er hat dadurch über den Daumen gerechnet 25.000 Euro nicht ausgegeben. Was ihn sehr beruhigt.

Sollen wir darüber gar nicht berichten?
Wenn ich durch unseren Ort und die Nachbarorte fahre, stelle ich fest, dass gebaut wird, als gäbe es kein morgen.
Vielleicht kommt Piefkes Bautagebuch da gerade recht.

Ich wäre dennoch dafür, dass wir den Blog erweitern.
Wie damals die Autorinnen der Kochbücher schaffen wir im Blog eine eigene Kategorie “Omas Küche” und hierin denke ich, wird Gerhards sehr gute Idee einer eigenen Struktur einen Platz erhalten, was den Blog weiterbringen kann.
Unser Blog hat mit Gittis Tagebuch gezeigt, dass er etwas bewirken kann.
Versuchen wir es mit den Kochbüchern noch einmal.

Beachten wir jedoch unsere Regel No.1:
Es bleibt ein Spaß und es geht keineswegs darum, die/der Beste zu sein und Preise zu gewinnen.

Werte Mitautorinnen und -autoren, was haltet ihr von meinem Diskussionsbeitrag?

ps.: Homes macht übrigens Nachtschichten. Da beinahe alle Flugzeuge in den Hangars und auf den Rollfeldern stehen, hat er von früh bis in die späten Abendstunden mit Reparaturen und Wartungsarbeiten zu tun. Seine Schwester (Siri) tippt aktuell für ihn im  Blog als Admin herum. Also Achtung, im Moment ist es nicht Homes, wenn Homes draufsteht.

Noch eines. Habe mir vor einigen Tagen ein Bamberger Kochbuch – 1805 zugelegt. Ein pralles Stück Kochgeschichte. Werde Euch zukünftig mit einigen Ideen aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts beglücken und dem einen oder anderen die eine oder andere Leckerei vorstellen. Damals wurde ein geschlachtetes Tier ganz selbstverständlich vollständig als wertvolles Lebensmittel angesehen und komplett in die Ernährung und restlose Verwertung einbezogen.
Massentierhaltung und daran krankende Tiere waren weitestgehend  unbekannt. Lebensmittel für’s Wegwerfen zu produzieren war damals vollkommen abwegig und undenkbar.

Macht’s gut.
Euer Concierge

2 KommentareSchreiben Sie Ihre Meinung

  • Auf der Suche nach einer übersichtlichen Registratur der zukünftig anfallenden Rezepte wird zu nichts führen, wenn ihr nicht die Inhaltsverzeichnisse der asbachuralten Rezeptbücher des 19. Jahrhunderts durchblättert.
    Wir haben bei uns zu Hause 1 Dutzend alter Kochbücher aus den Familien die zusammengeheiratet am Ende unseren heutigen Großfamilienverband bilden.
    Darunter ist auch das <<Allgemeine Deutsche Kochbuch von 1832 >> zusammengestellt von Sophie Wilhelmine Scheibler.
    Ich habe gelesen, dass eine eurere Klöchinnen ein solches Exemplar bsitzt. Hier findet ihr alles was ihr benötigt, um ein passables Inhaltsverzeichnis aufzustellen.
    Optimieren könnt ihr es jederzeit.

  • Wenn ich es richtig verstehe, wollen die Kochbuch-Feen aus der verzettelten, zufälligen Reihenfolge der Veröffentlichung ihrer Rezepte weg zu einer geordneten Reihenfolge.
    Der Charakter eines jeden Blogs lässt das so nicht zu. Im Blog – speziell in Eurem – schreibt jeder wann er möchte und was er möchte und es wird in der Reihenfolge der Veröffentlichungsdaten im Blog vorgestellt.
    Mein Lösungsvorschlag wäre, dass ihr das Nachschlagwerk “Tagebuch  = OMAs KÜCHE” umkrempelt und die Beiträge dort nicht wie bisher numerisch sondern in Form eines in Abschnitte aufgebautes Inhaltsverzeichnisses darbietet.

    Dies Verfahren ist ebenso alt wie Eure Kochbücher und hat sich über die Jahrhunderte bewährt.

    Vor allen Dingen schlagt Ihr 2 Fliegen mit einer Klappe. Im Blog bleibt ihr dem Verfahren treu, nach Veröffentlichungsdatum vorzustellen, den am Thema interessierten Küchenhippies gebt ihr mit dem Inhaltsverzeichnis einen parallelen Überblick und wenn ihr die Einträge verlinkt , gebt ihr sogar eine Lese- und Nachschlaghilfe, die quer durch Eure Kochbücher, über Eure Autoren, Eure sonstigen Fundstellen in einer verständlichen Auflistung aller Fundstellen mündet.

    Habe bis zu meiner Rente in einem Archiv gearbeitet und verspreche Euch, dass dies die einzige Lösung ist, die zu einem tragenden Ziel führt und nie wieder mit großem Aufwand geändert werden muss.

    Eure Idee mit den LOG-Dateien, statt einer Quellenangabe, finde ich sehr gut. Hauptsache ihr findet Euch in Euren Veröffentlichungen bei Bedarf zurecht.

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