Haus-Heim-Hof

Die Bürgerliche Küche – 1891

Interessant ist Euer Rezept- oder Kochbuch-Blog in der Tat.
Würde auch gern etwas beitragen.
Mein Name ist Gerhard und ich wohne in der Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover im Stadtteil Linden, genannt „Hannover-Linden“.
Auf unserem wöchentlich im Zentrum stattfindenden Flohmarkt habe ich das originale Kochbuch von „Emilie Graf – Die Bürgerliche Küche – Ausgabe 1891“ erworben.
Das hatte 2 Gründe. Erstens koche ich für mein Leben gern, zweitens wurde dieses Kochbuch im Deutschen Reich in der wilhelminischen Epoche während der Regierungszeit von Kaiser Wilhelm II vom Verlag Manz und Lange in Hannover-Linden auf den Markt gebracht.

Mir wurde gesagt, das Kochbuch der Emilie Graf sei für die sparsame, kleinbürgerliche Schicht des Deutschen Volkes verfasst und herausgegeben. Sie habe darauf geachtet, dass sich ihre Rezeptvorschläge nicht zwingend an die besseren Bürgerschichten und Herrschaften richteten. Ich habe das Buch noch nicht ganz durchstudiert. Doch es würde mich freuen, wenn ich ein solches Büchlein erstanden hätte. Kochbücher für die gehobene Gesellschaft gibt es haufenweise, Kochbücher für Sparfüchse waren im 19. Jahrhundert eher in den nicht gerade seltenen „Nachkriegszeiten“ üblich und viele Rezepte für eine sparsame Haushaltung wurden im 19. Jahrhundert fortlaufend in den Tages- /Wochenzeitschriften und Illustrierten veröffentlicht.


Ich habe da einen Vorschlag für den Blog.

Was haltet ihr davon, wenn die in Zukunft bestimmt zunehmende Menge an Rezepten in einer übersichtlichen Weise sortiert werden?

Ich denke dabei an Sparten, wie sie bei den Kochbuchautorinnen des 19. Jahrhunderts üblich waren. Ich denke da beispielhaft an Sparten für Salate, Suppen, Gemüse, Klöße. Pasteten, Fisch und Schaltiere, Fleisch allgemein oder mit Untergruppen wie Geflügel, Schwein, Rind und Kalb, Schafe-Hammel und Lamm, Saucen, Kuchen, Pudding, Getränke usw.
Wir könnten unsere Rezepte dann einordnen und erkennen, wo etwas fehlt. Und wir könnten Rezepte vergleichen, könnten Unterschiede zwischen den vielen Rezepten überhaupt erkennen und als Hausköche und Hausköchinnen daraus auch etwas lernen.

Emilie Graf hat im Anhang ihrer Lektüre monatliche Speisepläne vorgeschlagen, welche die seinerzeit verfügbaren Nahrungsangebote berücksichtigte. Bedenken wir, dass es mit der Kühlung noch nicht so weit war, dass Arbeiter und Kleinbürger einen Kühlschrank erwerben hatte können.
Speisepläne könnten wir auch berücksichtigen.
Vielleicht findet ihr an meinem Vorschlag Gefallen.
Vielleicht können wir gemeinsam den Blog um eine kleine, nach meiner Ansicht sinnvolle, Nuance erweitern.
Was denkt ihr?

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23.04.2020 – Nachsatz:
Diese Nachricht samt der beiden Abbildungen habe ich heute erhalten und sofort veröffentlicht.
Alle am Rezeptregister mitarbeitenden Autoren haben ebenfalls sofort Kopien erhalten.
Danke an Gerhard. Concierge und Ella haben auch schon einen vorläufigen Plan.
Nach etwas Überlegen habe ich mich mit Gerhards Idee etwas angefreundet, auch wenn es mehr Arbeit machen dürfte.
Mal drüber schlafen.
Simone schreibt, sie habe  noch gar keine Meinung parat, würde mir aber bei der Arbeit helfen.

Schreiben Sie bitte Ihre Meinung hierzu

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