Haus-Heim-Hof

Kaffee durchzuseihen – ca.1820

Original Betty Gleim – ca. 1821

       

 

                           “Kaffee durchzuseihen”

Man  hängt in eine  Kaffeekanne  einen  Kaffee-
trichter, thut 1 Loth gebrannten und gemahlenen Kaf-
fee  hinein,  und gießt  in diesen  2 – 3  Obertassen voll
kochendes Brunnenwasser,  ( je härter das Wasser,  je 
besser. )  Zur Zeit muss man  nur  wenig  Wasser  auf-
gießen; denn je langsamer man den Kaffee durchseihet, 
je kräftiger schmeckt er.
Noch schmackhafter wird der Kaffee, wenn man
die eine Hälfte  desselben  nur gelb,  bis zur  Farbe  der
Mandeln,  die andere aber,  bis sie  castanienbraun ge-
worden ,  brennt ,  sie  dann zusammen mischt ,  einen
Theil   davon   mahlt ,  ihn  dann  mit  kaltem  Wasser
übergießt ,  ihn  so einige  Stdn.  stehen  läßt,  und  nun
das  Wasser  von  dem  Kaffeesatze  abschüttet.  Dann
gießt man heißes, doch nicht kochendes, Wasser  dar-
auf ,  seihet  es  durch , und  vermischt  diesen   Auf-
guß  mit  dem  kalten.  Diese Mischung  läßt  sich  meh-
rere  Tage  aufbewahren.  Will man  sie  trinken , so er-
hitzt  man  sie rasch , läßt  sie  aber  nicht kochen.

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