Haus-Heim-Hof

“Krebsbutter” A.D. ca. 1840

Im Artikel “Farcirte Semmelsuppe – 1805“, in welchem es um eine Semmel-Füllung, bestehend aus einem Ragout aus “Rinds-/ Kalbseuter” und “Kalbsmilch” geht, wird auch die Zutat “Krebsbutter” als Alternative zu “frischer Butter” genannt.
Hierzu habe ich in meinen Original-Kochbüchern folgendes gefunden:

                                              Krebs-Butter

        Man  kocht  50 bis 60  Flußkrebse  in  Salzwasser  ab,  bricht
die  Schwänze  ab und  hebt sie zu anderweitiger Benutzung auf,
so  auch  das Fleisch aus  den Leibern und nimmt nur die rothen
Schaalen   und  Scheeren   und  stößt  sie  mit  12  Loth  Butter  in
einem  Mörser klein,  doch  nicht  zu   fein,  weil  sie sonst durchs
Sieb  gehen.    Man  gießt   nun   die  Masse   in    eine   Cassarolle,
setzt sie auf’s Feuer und rührt sie einigemale gut durcheinander.
Man  kann   sie  ungefähr   eine   viertel  Stunde  lang   schwitzen
lassen, fängt dann die Butter an zu steigen und ist sie roth genug,
so  gießt  man  sie durch ein  feines  Sieb auf  einen  Teller,  giebt 
aber die zurückgebliebenen und zerstoßenen Schaalen wieder in 
in   die  Cassarolle  und  gießt  Wasser  darauf.   Sobald  die  kocht
steigt  die   noch in  den Schaalen  befindliche  rothe  Butter  oben
auf,  man   nimmt dann  die  Cassarolle  vom  Feuer und läßt alles
kalt  werden,  nimmt  die   festgewordene   rothe Butter  oben  ab
und   fügt  sie  zu  der bereits  gewonnenen.   Die  Schaalen   wirft
man  weg,   aber  das  Wasser,  worin  sie  gekocht  wurden,   kann
man zur Suppe benutzen.  

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