Haus-Heim-Hof

Piropies (A.D.1832)

 

                            Piropies.

Ein Viertelpfund Butter wird zu Sahne gerieben,
3 bis 4 Eier dazu gerührt, nebst für 1 und 1/3 Gr.
weichen, gut abgelaufenen weißen Käse, reibt dieses
mit etwas Milch oder Sahne recht fein, giebt die ab-
geriebene Schale einer Zitrone, Zucker und einige Kör-
ner Salz dazu.  Wenn alles gut durch einander ge-
rührt worden, thut man so viel Mehl hinzu, daß
es ein Teig wird, der sich mangeln läßt, jedoch nicht
zu fest. Man rollt diesen Teig nun in der Dicke ei-
nes Pfeifenstiels aus, schneidet davon 3 Finger breite
Streifen, bildet daraus schräge Vierecke, läßt diese in
Wasser, wie Klöße, kochen, salzt sie, thut sie in eine
Schüssel und giebt Zwiebeln, in Butter gebraten, oder
auch eine Sahnensauce darüber.
(Rezept im originalen Wortlaut von 1832)

 

*1 = Die in Zeile 2 gedruckte Angabe “für 1 1/3 Gr.” bedeutet, man solle  “für 1 und 1/3 Groschen” weichen, gut angelaufenen weißen Käse” verwenden.

Quelle / Fundort:

Allgemeines
deutsches Kochbuch
für bürgerliche Haushaltungen
oder
gründliche Anweisung,
wie man ohne Vorkenntnisse alle Arten Speisen und
Backwerk auf die wohlfeinste und schmackhafteste Art
zubereiten kann.

Ein
unentbehrliches Handbuch
für angehende Hausmütter, Haushälterinnen und
Köchinnen.

Herausgegeben
von
Sophie Wilhelmine Scheibler
geb. Koblanck

Achte verbesserte und vermehrte Ausgabe.
Mit einem Titelkupfer.

Berlin 1832
Verlag der Buchhandlung von Carl Friedrich Amelang,
Brüderstraße Nr. 11
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