Haus-Heim-Hof

Handy nach 3 Monaten nur noch 40% wert?

Hört mich jemand?
Hi, melde mich auch mal wieder.
War viel unterwegs. Doch die Welt ist klein. Ich wollte es nicht für möglich halten, in Brüssel habe ich doch tatsächlich die Schwester von Homes getroffen. Das ist jetzt für Euch nicht das ganz große Event, aber es kommt bei mir nicht alle Tage vor, mit der Schwester des Administrators zu frühstücken.
War ein unterhaltsamer, fröhlicher Vormittag und er brachte uns auf die Idee, Euch von meinem allerallerneusten und noch laufenden Interneterlebnis zu berichten.

Alles begann damit an, dass ich mir einen neuen Gebrauchtwagen angeschafft habe. Dem fehlte ein ordentliches Radio mit allen modernen Raffinessen. Nach dessen Einbau fingen jede Menge Probleme mit den Handys an.
Hier einige Beispiele: Keine Synchronisation der Kontakte oder keine stabile oder wiederholbare Bluetoothverbindung. Trotz eingeschalteter Funktion kein Hotspot für Internetzugang des Radios, die Automatiksuche nach dem aktuell stärksten Sender war nur Fake und was am übelsten war, das Touchscreendisplay des Radios war nicht blendfrei, dafür aber die Bedientasten klitzeklein.

Damit fing es an. Doch davon wollte ich heute ursprünglich gar nicht so ausführlich berichten.
Vielmehr machte ich mich auf die Suche. Welches Handy der unübersichtlichen Anbietergemeinde konnte all das, was das Radio forderte.

Ich versuchte Motorola. Von den ansonsten praktischen Smartphone fielen gleich 3 Modelle auf Anhieb durch. Es begann bereits mit der Synchronisation der Kontakte. Diese klappte nicht zwischen den Geräte, alle Geräte gepairt und gebluetooth waren. Zu dumm.

Ein Geschäftspartner empfahl mir ein Honor 9 light (oder so ähnlich). Neu für weniger als 300 Euro zu haben. Das war mir etwas zu klein. Aber die Marke gefiel mir. Ich kaufte deshalb vor ungefähr 3 Monaten das HONOR 9 ohne Zusatzbezeichnung.

Ich kann dazu nur sagen, das ist ein tolles Gerät.
Die Einrichtung und die Handhabung der Einstellungen sind so übersichtlich und benutzerfreundlich, wie es bislang nirgendwo erlebt habe. Ich muss dazu sagen, dass ich kein Handy mit dem angebissenen Apfel habe und auch noch nie hatte.
Also war ich zufrieden und das Handy erfüllte alle Anforderungen, die das Radio verlangte.
Wenige Tage nach dem ersten Einschalten und Einrichten erster Apps, kam auch das erste Update.
Vor ca. 4 Wochen dann das zweite Update des Betriebssystems.

Da fing der Ärger an.

Ich kannte das Problem misslungener Programmierleistungen in den Updates bereits von Windows-Handys und auch von Google-Smartphones. Ich weiß auch, dass man oft Monate warten musste, bis die Fehler durch weitere Updates behoben und gegen neu ausgetauscht wurden.
Dass dies hier auch so war und gleich so fix, hatte ich nicht erwartet.

Aber das Problem war gravierend.
Ich konnte plötzlich nicht mehr telefonieren und kann es bis heute nicht.
Das HONOR 9 lässt nicht zu, dass mich meine Gesprächspartner verstehen. Ich wiederum verstehe jedes Wort und höre sogar deren Atem und alle Stimmen im Hintergrund. Der Empfang ist exzellent. Das Senden meines Telefonparts geht allerdings schief und mein Gesprächspartner hört von mir nur Klacken, Rauschen oder nicht zusammenhängende Gesprächsfetzen.

Meine anderen Handys NEXUS 4 mit Android 5, Samsung 8 und sogar das verflixte NOKIA LUMIA 1520 machen keine Probleme. Natürlich klappt es auch das glänzend goldfarbene iPhone meiner Haushaltshilfe.
Ich habe mit meiner Wahl wohl daneben gegriffen.

Also schreibe ich dem Verkäufer und schildere das Problem detailliert und sehr umfangreich.
Ich bietet mir Hilfe an und empfiehlt mir ein für Garantiefälle vorgeschriebenes Serviceunternehmen mit der Überprüfung zu beauftragen.

Dieses schlägt vor, dass ich den Werkszustand wieder herstelle. Dann soll ich alle Updates zulassen oder selbst den neusten Betriebszustand herstellen. Das hat alles gut funktioniert.
Aber die Gesprächsqualität änderte sich dadurch nicht. Sie blieb unbrauchbar.
Auch eine Wiederholung ergab keine Verbesserung.
Also schickte ich das Smartphone zur Kontrolle ein.

Vorgestern erhielt ich es zurück.
Den Servicebericht kann ich online einsehen. Er sagt, dass das HONOR 9 gemäß der gerätetypischen Spezifikation fehlerfrei also ok sei.
Welch eine Freude.
Heute habe ich die Simkarte eingeschoben, die Kontakte geprüft und dann sofort mit diesem gerade ausgepackten HONOR 9 eine Bekannte angerufen.
Es war toll, wie klar sie zu verstehen war und ich meldete mich mit Namen und babbelte sofort drauf los.
Laut und deutlich hörte ich ihre Rufe: „Wer ist denn da?“ – „Mit wem spreche ich?“.
Dann legte sie auf!

Erneut schrieb ich dem Verkäufer und schilderte den misslichen Erfolg.
Er antwortete, dass er das Handy nach Ablauf der Widerrufsfrist nicht mehr gegen Erstattung des Kaufpreises zurücknähme.
Er bot mir an, dass er in solchen Fällen üblicherweise statt dessen 40% des Kaufpreises zahlen würde.Mir also auch,wenn ich das Handy nun zurücksenden würde. Also will er 60% Minderung für den 3 Monate Gebrauch innerhalb der noch laufenden Garantiezeit geltend machen.

Das ist jetzt nicht gerade die Auskunft, die ich erwartet hatte.

Gerade eben erst teilte ich ihm also mit, dass ich den unaufgeregten, sachlichen Schriftwechsel mit ihm schätze, aber dennoch nicht mit seinem Vorschlag einverstanden bin.
Ich bot ihm im letzten Mail an, dass ich ihm das HONOR 9 Zug um Zug gegen Erstattung des Kaufpreises zurücksende. Und wenn er sich nicht binnen 2 Tagen positiv bei mir meldet, einen Fachanwalt für Kaufrecht mit der Angelegenheit beauftrage.

Ich nehme es dem Verkäufer persönlich nicht übel, dass er Geschäfte und Gewinne machen will.
Er hat bestimmt auch seine Kosten und Sorgen.
Aber deswegen muss nicht ausgerechnet ich auf meine Rechte als Kundin verzichten.

So sieht es aus.
Wenn alles gut ist, hat man selten etwas zu berichten.
Wenn es aber mal wieder so richtig schief läuft, gibt es immer etwas zu erzählen.
Deshalb sagte ich Schwester Homes also zu, dass ich diese Neuigkeit in den Blog setze, zumal ja nicht ausgeschlossen ist, dass daraus eine ebenso berichtenswerte Sache über Gerichtsverfahren wird, wie es Gitti uns schon niedergeschrieben hat.
Na, ich bin dagegen ein kleiner Fisch.
Den mir vom Verkäufer vorgehaltenen 40%-Köder habe ich schon einmal nicht geschluckt. War wirklich zu dürftig.
Ich bin quicklebendig und werde nun um mein Recht kämpfen.

Schreiben Sie bitte Ihre Meinung hierzu

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