Haus-Heim-Hof

Doppelgarage (4) 1.Quartal 2018

Inzwischen liegen alle Unterlagen auf dem Tisch:

1. Baugenehmigung
Hierin heißt es unter anderem sie sei 3 Jahre gültig, der Baubeginn muss schriftlich mitgeteilt werden, der Bauherr und das ausführende Unternehmen muss öffentlich erkennbar sein, die Fertigstellung muss mitgeteilt werden und dann muss der “Neubau” für das Katasteramt vermessen werden.

2. Aufforderung zur Abgabe eines Abwasserantrags
Das Bauamt hat der Gemeinde eine Kopie des Bauvorhabens übergeben und von dort erfolgt die Aufforderung einen Abwasserplan abzugeben. In ihm sollen alle Stockwerke des Hauses und die Abwassersituation detailliert dargestellt werden.
Ein Hinweis auf eine Befreiung vom Zwang, das Regenwasser zwangsweise in die Kanalisation einzuleiten könne unter bestimmten Voraussetzungen gestellt werden.

3. Eine mündliche Preisangabe unseres zuerst angesprochenen Zimmerermeisters (ohne jedwedes Detail) haben wir erhalten. Er sprach von 25 T€ Gesamtpreis inkl. Sektionaltore von Firma Hörmann. Aber was soll man mit so einem Angebot überhaupt anfangen? Trotz mehrfacher Nachfrage kommt da nichts Konkretes mehr ans Tageslicht.
Nachweislich ist er der wohl Beste, den wir hier im Landkreis bekommen können. Aber so merkwürdige Preisangaben sind uns dann doch etwas zu wenig konkret.

4. Alternativ haben wir ein schriftliches Angebot eines ortsansässigen Unternehmers erhalten. Er will rd. 17.500 €. Aber er weicht von den statischen Vorgaben erheblich ab.
Sein Angebot beinhaltet eine komplette Statik, die im Preis bereits enthalten sei.
Darauf angesprochen redet er darum so lange herum, bis uns klar wird, dass dies nur ein “Fake” ist und er zwar einen Zimmerermeister “angestellt” habe, aber gar nicht in der Lage ist, eine gültige Statik zu erstellen.
Offenbar baut er Carports nach Vorlage, wirbt aber großspurig mit Leistungen, die er nicht erbringen kann.
Das Material enthaltene wird mit rund 10.000 € ausgewiesen. Im Erstentwurf des Angebot, welches auf 15.500 € lautete, waren einige Details nicht ausführlich genug besprochen und mussten nachträglich, überschlägig nachberechnet werden.
Carporttore sind hierin nicht enthalten.

5. Ein zweites schriftliches Angebot eines ”Zimmerermeisters und Dachdeckerbetriebs” liegt vor. Es hält sich lt. Angabe des Unternehmers strikt an die Vorgaben der Statik und für alle Rähme (waagerechte Balken) verwendet er statt dafür überwiegend vorgegebenen, qualitätsgeprüftem  KVH (Konstruktionsvollholz) stabilere “Brettschichthölzer”.

Die Ausführung würde uns ebenfalls 17.500 € kosten, beinhaltete aber alle statischen Vorgaben bis auf die Fundamente. Hier werden Punktfundamente mit Pfostenankerstatt statt vorgesehener Streifenfundamente angeboten.
Die im Preis enthaltenen Lohnkosten belaufen sich auf rund 9.750 €.
Das Angebot berücksichtigt keine Roll- / Sektionaltore. Diese kommen auch hier zusätzlich.

6. Ein schriftliches Angebot für Pflasterarbeiten ist ebenfalls eingetroffen. Keines der bislang aufgeführten Angebote hat sich mit dem Boden der Doppelgarage beschäftigt; abgesehen von den Fundamenten.
Die Garage wird so um die 60 m² Bodenfläche überdecken. Daneben verbleibt ein etwa 3 Meter breiter Streifen Naturboden. Der Vorplatz ist etwa 30 bis 35 m² groß.
Dafür werden komplette Pflasterarbeiten in Höhe von 7.500 € angeboten. Inkl. den alten Bodenbelag aufnehmen, verladen und entsorgen, Splitt anliefern und Planum herstellen, Pflastersteine (unserer vorher bestimmten Wahl) liefern, verlegen, abrütteln und fegen. Ob hierin Kantensteine erforderlich, vorgesehen sind, ist noch nicht ersichtlich.

7. Ein mündliches Alternativangebot liegt bei 65 bis 70 € je m² plus Kantensteine für 25 € je lfdm. Unter dem Strich nehmen sich die beiden nicht viel.

8. Zusatz Abriss, Abfall, Statik, Gebühren
Für alle Zusatzarbeiten und -kosten (Abriss eines Schuppens, gemauerter Pfosten und einer Teilmauer, Abfallbeseitigung, Planungsgebühren, Vermessung und den sogenannten nicht planbaren Kosten rechnen wir pauschal weitere 5 T€.

9. Für 2 moderne, stabile Sektionaltore der Firma Hörmann werden uns Anschaffungs- und Montagekosten von etwa 5.000 Euro entstehen.

10. Um das Regenwasser abzuleiten können wir auch Drainage in den Gartenboden einlegen lassen. Die würde uns etwa 1.600 € kosten. Die Idee finde ich gar nicht übel.

Ich rechne einmal zusammen:
17.700 für den Carport
7.500 für Pflasterarbeiten
5.000 für 2 Tore
1.600 für die Drainage
5.000 für alles Sonstige
Zusammen sind das über den Daumen mehr als 35 T€. Inkl. der Drainage sogar 36,5 T€.

Dazu kommen eigene Vorbereitungsarbeiten (Schuppenabriss, Zaun abbauen, Mauer und Pfosten abstemmen usw. die wir zwar kostenlos durchführen, die uns aber auch Zeit und Kraftaufwand – andererseits noch mehr Geld – kosten würden.

Ich glaube fest daran, dass wir uns  das noch einmal gründlich durch den Kopf gehen lassen werden, den Mehrwert für uns festzustellen versuchen und darüber hinaus weitere Kostenermittlungen anstellen müssen.

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