Haus-Heim-Hof

„Der Gelbe Punkt“ braucht Deine Hilfe – Ja Deine !

Bei Geld werden wir komisch und da hörte und hört schon mal die eine oder andere Freundschaft unerwartet schnell auf. Auch in Zukunft wird das nicht anders sein. Wer an unser Geld will, der sollte sich vorsehen.
Wenn wir Geld für irgendetwas ausgeben müssen, dann wollen wir dafür natürlich auch etwas erhalten. Das ist eine eiserne Regel.

Nun ist es aber so, dass wir hunderte Millionen Euro selbst verschuldet verschwenden, weil wir Zivilisierte nämlich eine ziemlich unangenehme Eigenschaft besitzen. Was uns nicht (mehr) gehört, damit können wir leichtsinnig, mit Vorsatz verschwenderisch oder gar vernichtend fahrlässig umgehen. Wir betrachten gemeinschaftliches Vermögen als herrenloses Gut, mit dem man (!) machen kann was man will.
Mit einer elementar wichtigen Definition, denn „man“ ist nicht irgendwer, mit „man“ bezeichnet Mann sich mit Vorliebe selbst.
Der “Andere” – also nicht “man(!)” ist eindeutig nicht berechtigt, sich am Allgemeingut zu laben oder es zu versilbern. “Andere” müssen mit Geldern und Gütern, die ihnen nicht gehören, vorsichtig und sorgsam umgehen, denn “man(!)” achtet auf deren Tun sehr genau.

Wir hoffen, wir konnten die Basis-Regeln deutlich machen.
Natürlich ist das Regelwerk weitaus komplizierter und vielschichtiger.
Zurück zu den hunderten Millionen, die wir eigenhändig tatkräftig verschwenden.
Wir kaufen für das tägliche Leben ein und bei der Mehrzahl aller erworbenen Güter haben wir es auch mit deren Verpackungen zu tun. Einige davon haben einen sogenannten „Gelben Punkt“, der uns anzeigen soll, dass diese Umverpackungen durch ein funktionierendes Recycling-Verfahren einem Wiederverwertungssystem zugeführt werden sollen.

ACHTUNG: Für dieses System müssen wir Tag für Tag blechen. Ein Teil des Kaufpreises ist für die Kosten dieses Verfahrens vorgesehen.

Euer sauer verdientes Geld steckt ihr also in irgendein Recycling-Unternehmen, damit es unseren Verpackungsmüll so behandelt, dass daraus wieder etwas werden kann und wir bzw. vorwiegend eure und später unsere Kinder dadurch der Erde, auf und von welcher wir leben, weniger wegnehmen müssen bzw. sie weniger mit unserem Dreck bewerfen.

Das System ist bundesweit bekannt und wir wollen uns und euch alle Erklärungen dazu ersparen, welche es begründen oder schöner reden als es ist.
Uns geht es darum, dass wir etwas für unseren gezahlten Beitrag bekommen. Wir stecken da durch unseren Einkauf zwangsweise jährlich Millionen hinein und sorgen danach durch vollkommen gleichgültiges Verhalten dafür, dass wir persönlich viel zu wenig bis gar nichts wieder herausbekommen.
Lassen wir uns das bieten?
Nein, wir lassen es uns nicht nur bieten, sondern wir unterstützen das Verbrennen unseres Geldes sogar mit aller Macht.

Das geht so:
All unser gelb bepunkteter Verpackungsmüll wird von uns gesondert entsorgt. Soll er zumindest.
Getrennt vom anderen Müll wird er sogenannten Sortieranlagen zugeführt.
Hier wird er auf Laufbänder gepackt und nach Sorten getrennt.
Zum Beispiel werden Metallteile mittels Magneten herausgefischt, Kunststoffe werden mit Laserstrahlen beleuchtet, das unterschiedlich reflektierende Licht wird gescannt und durch reaktionsschnelles Ein- bzw. Ausschalten unterschiedlich ausgerichteter Luftdüsen wird das betreffende Verpackungsteil vom Laufband in eine für ihn vorgesehene Sonderbox gepustet.

Ein sehr effektives Verfahren.
Leider werden schwarze Plastikverpackungen z.Zt. noch nicht richtig eingeordnet und fliegen auf den Haufen für nicht verwertbare Kunststoffe (trotz eines gelben Punktes).
Total verdreckte Kunststoffe lassen sich ebenfalls nicht identifizieren.
Besonders schlimm ist es mit gemischtem Müll. Gemeint sind z.B. Plastiktüten, die von uns ineinander gestopft werden und dadurch miteinander zu einem schwer trennbaren Klumpen verbunden werden, in denen teilweise sogar noch andere Materialien stecken.  Beispielsweise wenn Metalldosen in Plastiktüten gesteckt werden oder umgekehrt.
Wir kennen das ja alle, wir wollen so viel wie möglich in die Entsorgungssäcke packen. Die Mieten sind teuer, daher die Wohnungen fürs Mülllagern zu klein und auch gar nicht dafür vorgesehen.
Bei uns in der Wohnung, auf dem Balkon, im Keller soll schließlich nicht so viel Abfall herumstehen. Möglichst gar keiner.

Mehr Details wollen wir zu diesem Sortierbereich nicht schreiben.
Nur noch, dass das Zusammenstopfen und Ineinanderpacken verschiedener Wertstoffverpackungen dazu führt, dass sie nicht mehr auseinandergepuhlt und deshalb auch nicht recycelt werden können.
All diese Verpackungen landen schnurstracks im Restmüll und in der Verbrennungsanlage und sind auf immer für eine Wiederverwertung verloren.

In der Müllverbrennungsanlage wird dadurch unser für den gelben Punkt ausgegebenes, schönes Geld in die Öfen geschoben und zu heißer Luft und Asche verwandelt.
Unser Geld, das wir für das Recyceln, für die optimale Wiederverwertung, für die Schonung der Ressourcen und unserer Umwelt, der gesunden Zukunft der Kinder gezahlt haben, geht einfach so in Rauch auf.

Wir halten dies für einen unglaublichen Skandal.

Einen ganz schrecklichen Skandal, den ganz allein wir selbst verursachen und den wir niemandem anderen in die Schuhe schieben können.
Schade!
Ganz, ganz großes Pech!

Hier fällt uns unser eigenes Versagen, unsere Ignoranz, unsere Kurzsichtigkeit und unsere Bequemlichkeit voll auf die Füße.

Weiter so und bald ist Schluss mit lustig.
Das Öl ist bald schon alle, da ändert das heutige Überangebot verrückter Ölproduzenten keinen Deut.
Eisen wird verbraucht, als ob die Vorräte unendlich halten werden oder als ob in Kürze mit dem Einschlag eines eisenhaltigen Meteoriden gerechnet wird.
Seltene Erden sind z.Teil bereits erschöpft und neue Vorräte nicht gefunden.
Die Wälder werden beseitigt, die Meere verdreckt, Wasser wird immer ungenießbarer, die Luft wird gefiltert werden müssen, Lebensmittel dürften bald entgiftet werden müssen.
Weil es uns egal ist?
Weil euch und uns die Gesundheit und Zukunft der Kinder und deren Kinder piepegal sind?

Wer (noch) etwas Verstand besitzt und bereit ist, ihn für seine eigenen, höchst egoistischen Zwecke einzusetzen, der nimmt aus voller Überzeugung an Maßnahmen wie dem Recyclingverfahren schon deshalb teil, damit sein sauer verdientes und beim Einkauf zwangsweise abkassierte Geld nicht sinnlos verpulvert wird.
Wer es andererseits versteht, sich ohne so lästiges Beiwerk wie Gehirn und Verantwortung durchs Leben zu bewegen, der sollte, immer wenn er über andere meckert, sofort richtig eins auf den Mund kriegen oder im Alter von seinen Kindern in ein vermülltes, umweltbelastetes, gesundheitsschädliches, vergiftetes Altenheim auf einer undichten, ausgasenden Mülldeponie eingewiesen werden, um die Folgen seiner heutigen Dummheit in vollen Zügen auskosten zu können. Er soll dahin, damit er in der von uns sauber gehaltenen Welt niemandem einen verdienten Platz wegnimmt.

Es geht um Verpackungen, die unser ganzes Leben betreffen und in Haus, Heim, Hof und Garten, Feld, Wald, Wiesen und Gewässer viel zu oft achtlos weggeworfen werden und deshalb auch überall zu finden sind.

Lasst nicht alles verkommen und den Bach runterlaufen.
Denkt an uns – Eure Kinder – denkt auch heute schon an unsere Kinder
Ihr müsst nicht einen Cent mehr als bisher ausgeben, Ihr müsst nur mitdenken.
Mehr ist es doch nicht!
Ist das schon zu viel?
Wir sind Eure Kinder, Ihr habt doch den gelben Punkt erfunden und in die Welt gesetzt!
Nicht wir.
Sind Euch Eure eigenen Regeln so wenig wert?
Hattet ihr dabei wirklich unsere Zukunft im Sinn?

Es fragen Euch
Fred, Anne, Gert, Mandy, Mecki und andere vom Genthiner Bismarck- und vom Burger Roland-Gymnasium

11 KommentareSchreiben Sie Ihre Meinung

  • Wir arbeiten aus familiären Gründen oft in Dublin und lesen von hier stets diesen Blog. Die Beiträge werden von sehr engagierten Autoren geschrieben. Das finden wir in den von uns beachteten Blogs nicht oft.
    Daher geben auch wir überzeugt 5 Sterne für Kommentar und Beitrag.
    UND !!! Wir bedanken uns für Euren Fleiß uns Eure Gedanken vorzutragen und uns zum Nachdenken anzuregen. Gerade wenn man weit weg von DE ist, freut man sich um so mehr über solche Landsleute, über die sogar hier einige Dubliner staunen, denen wir dies von Euch Geschriebene vorgelesen haben. Sie finden dadurch auf leichte Weise mehr Verständnis für uns Deutsche und plötzlich sind wir in ihren Augen so wie sie. Das macht uns 4 germans hier in Irland stolz auf Euch.

  • Nicht schlecht.

    Ich dachte immer das Teil nennt sich “Grüner Punkt”
    (http://www.gruener-punkt.de/) Darüber hab ich mal ein Referat gehalten.

    Das Teil wurde angeschafft, damit nicht soo viel “Müll” produziert wird und jeder der den “Grünen Punkt” haben möchte kräftig in das (früher nur EINS) Duale-System einzahlt. Zum LEIDWESEN der “Erfinder” wurden auch Materialien in die “Grüne-Punkt-Tonnen” geworfen, welche KEINEN “Grünen Punkt” hatten. Man konnte vielen Menschen einfach nicht zu verstehen geben, dass es einen Unterschied zwischen einem Joghurtbecher aus PP (Polypropylen) mit “Grünem Punkt” und ohne “Grünem Punkt” gibt. Somit wurde auf den Recyclinghöfen “Wertstoffe” mit einem “Grünen Punkt” gesammelt und die ohne einen “G. Punkt” Sorten rein in speziellen Säcken.

    Also ich hab mich bis zum heutigen Tag auch erfolgreich geweigert dies zu verstehen!

    Kommunen wollen Recycling selbst in die Hand nehmen
    Denn beim sogenannten grünen Punkt zahlen die Hersteller an das Unternehmen Lizenzgebühren, die nach Material und Gewicht der Verpackung berechnet werden. Nun müssen die Unternehmen, die brav ihre Lizenzgebühren zahlen, den Gebührenausfall der anderen mittragen. Ob die gestiegenen Preise an die Endverbraucher weitergegeben werden, sei derzeit noch völlig unklar, so der Sprecher des DSD.

    Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) bezweifelte, ob die privatwirtschaftliche Organisation der Verpackungsentsorgung der richtige Weg ist. „Die Kommunen können und wollen in Zukunft die Verantwortung für die Verpackungsentsorgung übernehmen“, hieß es in einer in Berlin verbreiteten Stellungnahme. Dem System der Verpackungsentsorgung warf der Verband „ökologische und ökonomische“ Ineffizienz vor.

    Sehr lehrreich:
    (https://de.wikipedia.org/wiki/Duales_System_Deutschland#Geschichte)

    …wurde als “NON PROFIT ORGANISATION” gegründet/gedacht…wie viel “GEWINN” erwirtschaftet dieses “Unternehmen” nun??

    Viele reden von RECYCLING! Ich rede lieber von MÜLL VERMEIDUNG!

    OK, ich habe den großen Vorteil auf dem Land zu leben. Wenn ich Milch kaufe, dann nicht (die TOTE) aus dem Supermarkt sondern frisch vom Bauer aus dem Kühltank ab in meine Milchflasche oder ab und an in meinen 5-Liter-Milch-Kanister. Wenn ich Käse oder Wurst/Fleisch kaufe, dann nicht fertig (begaste) in Kunststoff verpackte, sondern (vom Metzger/Fleischer, Senner) gleich in meine BOX in welche ich sie sowieso zu Hause in den Kühlschrank stelle. Am liebsten während des Transports in meinem Weidenkorb. Gelegentlich auch mal in einer Baumwolltasche. Aber sicher nicht in einer Plastiktüte!

    Obst und Gemüse gibt es auch unverpackt! Zur Not einfach auf Märkte gehen und sie dort direkt vom “Erzeuger” kaufen. Oder besser, wer die Möglichkeit und die Fähigkeit hat, kann sich sein Obst und Gemüse gleich selbst erzeugen.
    Es kostet halt Zeit und Kraft! Wer hat heute noch Zeit? …oh, ich schweife ab. Sorry…

    Beendet das Recycling-Denken! Beginnt damit Müll/Recycling zu vermeiden! Wenn nichts produziert wird, muss auch nichts “entsorgt” werden.

    Ich empfehle die (13 teilige á ca. 25 Minuten) Serie ARJUNA

    Vor allem beendet das vernichten von Lebensmitteln. Nur weil das MHD abgelaufen ist, ist das Lebensmittel noch lange nicht kaputt! Andererseits, kann das Lebensmittel schon schlecht sein, wenn das MHD noch nicht abgelaufen ist.

    Wenn Euch Lebensmittel oder Nahrungsmittel verderben, dann habt ihr entweder zu wenig gegessen oder zu viel eingekauft! Aber das könnt ihr ändern!

    Nur wird dies weder leicht noch billig! Qualität hat ihren Preis, gute Qualität ihren guten Preis!

    Grüßle
    Jochen

    • Deklaration der Prinzipien der Interstellaren Allianz

      Das Universum spricht in vielen Sprachen, aber nur mit einer Stimme.
      Es ist nicht die Sprache der Narn oder der Menschen oder der Centauri oder der Gaim oder der Minbari.
      Es spricht in der Sprache der Hoffnung.
      Es spricht in der Sprache des Vertrauens.
      Es spricht in der Sprache der Kraft und in der Sprache der Leidenschaft.
      Es ist die Sprache des Herzens und die Sprache der Seele.
      Aber es ist immer dieselbe Stimme.
      Es ist die Stimme unserer Vorfahren, die aus uns sprechen.
      Und die Sprache unserer Erben, die darauf warten, geboren zu werden.
      Es ist die kleine, leise Stimme, die sagt, dass wir alle eins sind.
      Ungeachtet des Blutes, ungeachtet der Hautfarbe, Ungeachtet der Welt,
      ungeachtet des Planeten sind wir eins.
      Ungeachtet des Leids, ungeachtet der Finsternis, Ungeachtet der Verluste,
      ungeachtet der Furcht. Wir sind eins.
      Hier, vereint im Streben nach unserem gemeinsamen Ziel, anerkennen wir hiermit die einzige Wahrheit und die einzige Regel:
      Dass wir gütig zueinander sein müssen.
      Denn jede einzelne Stimme bereichert uns und adelt uns Und jede verlorene Stimme schwächt uns.
      Wir sind die Stimme des Universums, die Seele der Schöpfung, das Feuer,das uns den Weg in eine bessere Zukunft erleuchten wird.
      Wir sind eins.

      Die kleinsten Bausteine aus denen wir bestehen, sind auch die Bausteine, aus denen unser Planet besteht, so wie alle brennenden Sonnen und das gesamte Universum!

  • Das habt ihr wirklich ordentlich gemacht. Einen Hinweis aus der Praxis habe ich an dieser Stelle nachzutragen.
    Es ist kaum möglich, Joghurtbecher mit anhaftendem Aluminiumdeckel ordentlich der richtigen Müllsorte zuzuordnen. Anraten möchte ich deshalb, beides grundsätzlich richtig voneinander zu trennen. Nur dann können nämlich Kunststoffbecher und Aluminiumdeckel voneinander getrennt der richtigen Wertstoffgruppe zugeordnet werden.

     

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