Haus-Heim-Hof

Defekten PC zurückgeben und Werkszustand herstellen

Oooh jemine, was für ein unbeschreiblicher Ärger!

Ich hatte mir vor geraumer Zeit online einen Laptop gekauft und musste nun leider feststellen, dass dieser noch in der Garantiezeit gelegentlich, ohne Vorankündigung und garantiert immer im total unpassenden Moment weiße Bildschirme produzierte. Für diejenigen, die damit nichts anzufangen wissen, möchte ich erklären, dass der Bildschirm von eben auf jetzt, ohne Ankündigung plötzlich schneeweiß ist. Einfach so! Dann ist nichts mehr zu machen und man kann den Laptop nur noch abschalten.

Eine ärgerliche Prozedur, die mich vollkommen ratlos machte. Und hilflos.

Ich hatte den Laptop im Warehouse bei Amazon erworben. Deshalb rief ich dort an. Ich wollte den Laptop an den Lieferanten schicken, damit dieser sich dieses Problem anschaut und Abhilfe schafft.
Ich trug mein Anliegen also vor. Der freundliche Berater des Kundenservice machte mir unvermittelt den Vorschlag, dass Amazon das Gerät zurücknimmt, es an den Hersteller sendet und mir den vollständigen Kaufpreis erstattet.
Stellt Euch meine Überraschung vor.
Ich erhielt noch den Ratschlag, meine persönlichen Daten zu sichern, diese danach zu entfernen und dann den PC in den Werkszustand zurück zu versetzen.

Ich bin noch heute voller Freude, dass das so einfach von statten gehen soll, obwohl ich den Laptop doch bereits vor etwa 9 Monaten gekauft habe.

Guten Mutes ging ich also ans Werk und sicherte alles, was ich zukünftig noch würde brauchen können.  Das klappte auch ganz hervorragend.

Dann wollte ich den Werkzustand wiederherzustellen.
Ich klickte auf Einstellungen,
ich klickte auf Update und Sicherheit,
ich kickte auf Wiederherstellung und
dann klickte ich in der Auswahl „diesen PC zurücksetzen“ auf „Los geht’s“.

Das machte ich etliche Male und immer war es ergebnislos.
Das Zurücksetzen auf Windows 8 funktionierte nicht.

Ich war am Verzweifeln.
Dann dämmerte es mir und ich erinnerte mich, dass mir seinerzeit ein guter Bekannter den Tipp gab, den PC über eine sogenannte Clear-Installation von Windows 8 auf Windows 10 Home aufzurüsten. Also nicht das kostenlose Update anzuwenden. Denn der Laptop aus dem Warehouse habe vielleicht bereits eine kurze, aber ggf. gravierende Karriere hinter sich. Niemand könne garantieren, dass er koscher sei.

Das sah ich ein und löschte mit der Clean-Installation alles endgültig von der Festplatte – natürlich auch Windows 8 und die Recoveryfunktion. Daher fand der Laptop jetzt wo er sie brauchte auch keine Recoveryversion auf Windows 8 und konnte sich somit nicht in den erwünschten Werkszustand zurücksetzen.

Großes Problem.
Wirklich!
Was jetzt?

Ich bin 100% rund um die Uhr Arbeitnehmerin, Hausfrau und ausgelastete Mutter, ich bin kein IT- und Netzfreak und selbst wenn ich mir ausreichende Kenntnisse erarbeiten wollte, woher sollen all die Stunden herkommen, die ein Problem-PC so an Zeit verschlingt?

Müde, nölig und hoffnungslos durchsuchte ich wieder einmal stundenlang das komplette Internet und fand 1.000 Lösungen. Entweder waren sie hochkompliziert, Jahre alt oder nicht für Windows 10 Home geeignet.

Nach vielen Stunden, die ich mit Löschen einzelner Programme und tonnenweise Gigabytes bei der  Datensicherung zugebracht habe, kam mir beim Schreddern gesicherter Daten durch eine nebensächliche Bemerkung in einem Internetartikel eine Idee.

Ich installierte Windows 10 Home einfach noch einmal auf diesen Rechner.
Diesmal aber das Windows 10-Update auf die Windows 10- Cleaninstallation.
Ich erspare Euch die ellenlange Schilderung zeitaufwendiger Datenverschiebungen und meiner misslungen Versuche.
Schließlich hatte es geschafft.
Ich hatte das dazu erforderliche Windowsprogramm „MediaCreationTool“  gefunden, endlich auf dem USB-Stick und starte es.
JUHU! Auf das clean installierte Windows 10 wurde ein Update für Windows 10 heruntergeladen. Ich brauchte dadurch weder eine Windowslizenznummer einzutragen, die ich gar nicht habe, da der Windowsaufkleber mit dieser Nummer auf dem Laptop fehlt.

Entscheidend für eine totale Beseitigung all meiner Daten war, dass ich im Update eine Installation ohne Übernahme vorhandener Profile und Daten auswählte.
D.h. Windows 10 installieren und nichts vom Vorhandenen beibehalten.

Danach habe ich dann die Expressausführung ausgewählt und einen x-beliebigen Benutzernamen für das neue Windows 10 angegeben.

Gottseidank bin ich nun endlich fertig und am Ziel.
Alle meine Programme, meine Einstellungen und Eintragungen sind „hinfort“ und durch eine komplette Neuinstallation überschrieben.

Jetzt kann der Laptop zurück an Amazon und den Hersteller.

Ich weiß nicht, ob es für einen Eurer Leser interessant oder gar wichtig ist.
Allerdings denke ich mir, da PC und Laptop heutzutage zu den üblichen Haushaltsgerätschaften gehören, wir unsere Rezepte direkt aus dem Internet herunterladen und 1:1 in der Küche vor dem Display unser Essen zubereiten, per SmartHome unsere Stromverbraucher, Alarmanlagen, Gartenbeleuchtung, Heizung schalten können und das erschreckende Schminkergebnis unserer Töchter in Youtube eher als in der Realität betrachten können, ist so ein Bericht über das Problem eines PC-Normalos, einen Laptop – ohne Massen an persönliche Daten – an den Verkäufer zurückzusenden, durchaus etwas für Euren Blog.

Also bis demnächst mal wieder
Eure Cleo
Nachsatz am 6.9.2016
Nach 1 Woche und 1 Tag hatte ich den gezahlten Kaufpreis tatsächlich wieder auf meinem Konto. In voller Höhe. Wo  sonst wäre ich so zuvorkommend gehandelt worden?

 

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