Haus-Heim-Hof

Karins Tomaten-Haus 2016

Das ist mein neues Tomatenhaus, dass ich für die Roten dieses Jahres erbaut habe.
Zusammen mit einem Bekannten haben wir es aus Dachlatten und Konstruktionslatten zusammengeschraubt.
Für die 4 Eck-Senkrechten haben wir 4 schlanke Birkenstämme genommen, die in 90mm-Einschlagbodenhülsen eingesetzt wurden.  Baumstämme oder zusammengebundene Latten reichen dafür auch aus.
Die Seitenwände bestehen aus stabiler Kunststofffolie und Haushaltsfolie, die wir zwischen die Stämme gespannt bzw. gewickelt haben. Haushaltsfolie gibt es überall preiswert zu kaufen und sie ist kinderleicht zu verwenden.

Tomatenhaus2016b

Das Dach besteht aus 3 zusammengedrahteten Estrichgittern (Stückpreis 2 Euro) und einer stabilen Maler-Abdeckfolie 4 x 5 Meter (5 Euro), die darauf mit transparentem Paketklebeband befestigt ist. Die Folie habe ich doppelt gelegt.
Die Estrichgitter haben wir oben auf die Dachunterkonstruktion aufgelegt und fest verdrahtet.

Die ersten heftigen Windböen hat es bereits bestens überstanden.
Wie in den vergangenen Jahren pflanze ich die Tomaten in 4-eckige Baukübel, in die ich Abflusslöcher gebohrt habe.
Stückpreis etwa 5 Euro. Diese habe ich bereits seit mehreren Jahren und verwende sie nun immer wieder.
Davon kann ich 9 Stück in das diesjährige Tomatenhaus stellen.
Da die Giebel des Tomatenhauses und der untere Rand nicht geschlossen sind, können die Insekten leicht an die Tomatenblüten gelangen und auf ihrer Suche nach Nektar nebenbei die Bestäubung erledigen. Um genug von ihnen anzulocken kommen noch 2-3 Töpfe Strauch-Balisikum ins Tomatenhaus.
Die Erde, in welche die Tomaten gepflanzt werden, dünge ich gleich zu Beginn reichlich mit Rinderdung. Den gibt es beim Baumarkt um die Ecke in der Gartenabteilung als Pellets. Dadurch spare ich reichlich Flüssigdünger und so ein Zeugs. Im Laufe der Zeit werfe ich immer mal wieder etwas von diesem Dünger auf die Pflanzerde und buddele ihn etwa 4 cm unter.
Unterbuddeln ist zu empfehlen, sonst fangen die Pellets durch das Begießen der Tomatenpflanzen an zu schimmeln.

Ich muss nur noch Rankhilfen bauen.
Die schraube ich mir wie in den vergangenen Jahren aus preiswerten, unbehandelten Konstrukionslatten zusammen und stecke sie in die Pflanzkübel.

Der Tomatenpalast 2016 ist regendicht und schützt vor Wind und Wetter.
Jetzt warte ich nur noch auf die erforderliche Wärme bzw., dass der Frost wegbleibt und dann kann es losgehen.
In diesem Jahr werde ich euch mit Fotos meiner Tomatenzucht verschonen. Davon musstet ihr euch ja in den letzten beiden Jahren genug von mir ansehen und wie Tomaten aussehen wisst ihr ja nun bestimmt.

Wünsche euch alles Gute und immer eine Handvoll Tomaten auf dem Küchentisch..
Eure Karin

7 KommentareSchreiben Sie Ihre Meinung

  • Ich fände es trotz weltweiter Bekanntheit von Tomaten durchaus spannend, auch mit Fotos über den Werdegang von Karins Tomatengeneration 2016 auf dem Laufenden gehalten zu werden.
    Liebe Karin, was meinst du dazu?
    Tu es einfach mir zu Gefallen. Dieses Jahr hast du schließlich ein Gewächshäuschen. Das ist doch ein deutlicher Unterschied zu deinen früheren Experimenten.
    Sicher bin nicht nur ich gespannt, wie sich deine Zucht unter diesen neuen Bedingungen entwickelt.

  • Home bat mich, dass ich noch einmal die Maße meines Tomatenplazzos 2016 mitteile.
    Also habe ich nachgemessen. Das Häuschen ist innen 160 cm breit und 180 cm lang.
    Der Dachfirst ist 220 cm hoch. Wie gesagt: Alles innen.
    An dieser Stelle noch einmal mein Hinweis, dass sich die Größe des Tomatenhauses allein aus den Längen der verwendeten Latten und der Estrichgitter – 200 x 100 cm – ergeben hat.  Es hätte durchaus auch größer werden können.
    Aber so ist es gut. Ich habe heute 18 Tomatenpflanzen in die mit selbstgemachtem Humus und Rinderdungpellets gemixte preiswerte Blumenerde gesetzt.
    Mit der Blumenerde habe ich es bislang immer so gemacht und es war stets gut so.
    Ich hatte in den letzten beiden Jahren reichlich Tomaten.
    Jede Menge.

  • Hab uns dein Gemüsegebäude angekuckt. Mein Frau will auch so was. Folie hab ich viel für den Landwirtschaft. Doch frag ich, wie warm wird es in dein Hauschen innen?  Kannst du mir das schreiben?
    Gruß aus Danmark. Björn – 1.Mai.16

  • Ich sehe aus deinen Fotos, du hast offenbar 3 verschiedene Holzlatten verwendet.
    Ist das geplante und Absicht oder hast du genommen was gerade da war?

    • Wir haben zum Bau die Holzlatten verwendet, die vorrätig waren. Die senkrechten Baumstämme haben wir oben und unten mit stabilen Dachlatten verbunden. Den Rest haben wir mit unterschiedlich starken Konstruktionslatten zusammengestellt, auch das Dach.
      Das Haus haben wir einfach so und ohne Plan behaut. Maßgeblich war die Länge der Latten (2 mtr.).

  • Würdest Du uns mitteilen wie teuer Dein Tomatenhaus ist?
    Dafür wäre ich sehr dankbar.
    Habe im Internet gesehen, dass die fertig zu kaufenden Billigvarianten nicht so gut beurteilt werden. Deine Konstruktion sieht ja wirklich sehr stabil aus. Und was ich erkenne ist, dass man alles u.Umständen sogar stehen lassen kann. Eine Außenwand mit neuer Frischhaltefolie zu bespannen oder eine eingerissene Malerfolie mit transparentem Paketklebeband wieder herzustellen kann ja im Schadensfall nicht so ungeheuer schwierig sein.
    Das schaffen gewiss auch Frauen, die ohne Mann auskommen wollen. So wie ich.

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