Haus-Heim-Hof

Sägeketten schärfen mit Güde GS 650

05.04.2015 – Draußen tobt sich das Sturmtief “Niklas” aus.
Bei einem so ungemütlichen Wetter ist an eine Arbeit auf dem Brennholzlagerplatz am Waldrand im Moor gar nicht zu denken.
Die Zeit kann ich nutzen, mich über gebrauchte Sägeketten hermachen und diese schärfen.
Aktuell suche ich ein gutes Sägekettenschärfgerät mit Elektroantrieb.
Vom Nachbarn habe ich mir versuchsweise dessen GÜDE GS 650 ausgeliehen.

gs650 So in etwa sieht das Schärfgerät beim Schärfen aus.
Zum Kettenschärfen muss die Schleifscheibe samt Gerätekorpus per Hand nach vorn gekippt werden. Der ausgeübte Druck ist wohl Geschmacksache. Einen Stopper gibt es nicht.
Das Schleifgerät ist in eine fest vorgegebene Richtung – vor u. zurück – beweglich. Die Sägekette wird zum Schärfen in einen Halter eingespannt, an dem der Schärfwinkel eingestellt werden kann. Der Dachwinkel ist unveränderlich. Das Oberteil der verstellbaren Kettenhalterung konnte ich nicht nur seitlich auf das erforderliche Winkelmaß drehen, ich konnte das Oberteil auch seitlich nach oben und unten in eine undefinierbare, nicht gewollte Schrägstellung verschieben. Dadurch verstellt sich jeder Schärfewinkel dramatisch zu einer seitlichen Schräge.
Nicht gerade vorteilhaft.

gs650
 ;gs650 Das Schleifgerät ist auf einer starr angeordneten u. festgeschraubten Welle befestigt. Diese ist in Kunststoffhalterungen gelagert.
Leider verschiebt sich die Lagerwelle bei dem Leihgerät trotz fest angezogener Schrauben in den ausgeleierten Kunststoffhalterungen und arbeitet sich dabei zur Seite heraus. Dadurch löst sich die GÜDE GS 650 beim Schleifen sogar komplett aus der Halterung.
Typenschild gs650

07.04.2015 – Nachtrag
Ich bin nicht so richtig überzeugt von diesem Schärfer und keineswegs begeistert.
Ich fürchte, mit einem Schleifgerät dieser Preisklasse kann ich wohl nicht glücklich werden.
Ich habe 7 Sägeketten damit zu schärfen versucht. Winkeleinstellung = Standard 30°.
Keine dieser Ketten wurde so scharf, dass ich sie nicht nach längstens 40 Schnitten wechseln musste. 2 machten bereits bei weniger als 10 Schnitten schlapp und wenigstens die Hälfte der Sägeketten verzog beim Sägen urplötzlich nach schräg rechts.
Das Schwert ist gerade. Habe es ausgebaut und waagerecht flach auf den Tisch gelegt. Keine Wölbung oder Verdrehung erkennbar. War ja vorher auch in Ordnung. Das Verziehen muss am schlechten, ungleichmäßigen Schärfen liegen.

Ich hole mein Holz schon seit Jahren selbst aus dem Wald, säge es dort auf 35 cm Kaminmaß und bin nach etwa 30 bis 34 Raummetern Jahresbedarf auch nicht mehr  ungeübt im Umgang mit Kettensägen und Sägeketten.

Normalerweise bauche ich für etwa 15 Raummeter 2 scharfe Sägeketten. Ich hab’ es stets eilig und bin dadurch nicht immer sehr vorsichtig. Wenn ich mal durch einen Stamm hindurch in den Waldboden hineinsäge komme ich auch schon mal auf einige Sägeketten mehr, die ich dann wieder zu schärfen habe.

Muss ich weiter mit der Hand schärfen oder etwa professionell schärfen lassen?

1 KommentarSchreiben Sie Ihre Meinung

  • Das Gerät kostet nicht mal einen Fünfziger. Ich habe mir damit auch mehr Ketten kaputt gefräst als scharf gemacht. Vielleicht noch für uralte Ketten brauchbar, die sonst weggeworfen werden.

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