Haus-Heim-Hof

3 Jahre Erfahrung mit der Heizkesselkaufhaus GmbH

Gitti

Ein Bericht aus Gittis Tagebuch:
Fast haben wir nun 3 Jahre herum, seit mein Mann das erste Mal mit der Heizkesselkaufhaus GmbH in Hohenwarsleben ins Gespräch kam.
Inzwischen hat sich diese Firma umbenannt und ihr Name lautet „Heizkesselkaufhaus Verwaltungs GmbH“. Als wir sie 2012 kennenlernten verkaufte diese Firma noch im eigenen Namen unter anderem Heizkessel, Solarthermieanlagen und so weiter. Der Ansprechpartner und Verkaufsleiter war und ist bis heute Herr Peter Tischer. Wir können ihn auf der Internetseite des Heizkesselkaufhauses bis heute sehen und hören.

Tagebuch Seite 139

Bereits 1 Jahr nach dem ersten Kontakt mit Herrn Tischer von der Heizkesselkaufhaus GmbH in Hohenwarsleben berichtete ich im Haus-Heim-Hof-Blog auf ➡ Tagebuchseite 83 über die Erlebnisse meines Mannes……

Zu diesem Zeitpunkt war mein Mann im großen und ganzen noch einigermaßen zufrieden, aber seine Begeisterung für Verkaufs- und Kundendienstabteilung dieser Gesellschaft mit beschränkter Haftung ließ bereits nach.
Eine korrekte Inbetriebnahme der Heizungsanlage und ihre verbindliche Übergabe an meinen Mann war bislang aufgrund technischer Unzulänglichkeiten nicht möglich gewesen. Insbesondere der LOGICA der Firma CHT machte erhebliche Sorgen.
Der Kundendienst ließ sehr zu wünschen übrig, da das Heizkesselkaufhaus diesen durch selbstständige Handwerker durchführen ließ/lässt, welche aber auch andere Kunden zu versorgen hatten und den Kunden des Heizkesselkaufhauses keine Priorität einräumen konnten.
Das war ein recht unerfreuliches Erwachen.

Auch nach 2 Jahren hatten unsere objektiven Erfahrungen keine positive Wendung erfahren.
Auf  ➡ Seite 129 des Tagebuches berichte ich den später noch belegten Tatsachen entsprechend, dass der LOGICA-Heizkessel ein Kohlekessel des Typs 1 aus der Fertigung der Firma CHT sei. Auf dem Typenschild steht aber, dass er einzig und allein für das Verbrennen von HOLZ zugelassen ist.  In unserem Heizungskeller scheiterte ein vom Heizkesselkaufhaus veranlasster und beaufsichtigter Versuch des polnischen Herstellers CHT kläglich, den LOGICA in einen Typ 3 umzubauen. Statt dessen verschlimmerte sich der bereits erhebliche Ausstoß unzulässiger Schadstoffe durch diesen Versuch noch einmal deutlich.
Krass.

Ein an sich ganz toller Heizkessel und doch hierzulande so vollkommen unbrauchbar.

Ein Austausch des Heizkessels wurde zwar angeboten, aber es gab zu keiner Zeit erkennbare Anzeichen seitens des Heizkesselkaufhauses, in dieser Sache tatsächlich tätig werden zu wollen.
Mein Mann hatte schon sehr rechtzeitig einen Anwalt zu Rate gezogen und um dessen Tätigkeit gebeten, nun trat er nach Ankündigung und Fristsetzung vom Kaufvertrag über 24.000 Euro zurück.
Er bezweifelte inzwischen auch, dass irgendeiner der nacheinander tätigen Geschäftsführer sich jemals mit seinem Anliegen beschäftigt habe, obwohl es sich doch um eine recht stattliche Rückforderung handelt, um die von nun an zu reden wäre.

Um möglichweise eine Verjährung zu verhindern ließ mein Mann das Gericht über seinen Anwalt bitten, ein Beweissicherungsverfahren zu eröffnen, weil die Heizkesselkaufhaus GmbH die vorgetragene Reklamation nach wie vor nicht behandelte und untätig blieb.

Inzwischen sind fast 3 Jahre herum.
Es hat bislang keine Einigung mit der Heizkesselkaufhaus GmbH gegeben. Nicht einen Hauch. Schade. Die Heizkesselkaufhaus GmbH rührt sich in Sachen Reklamation nach wie vor nicht. Zumindest können weder mein Mann noch dessen Anwalt etwas anderes erkennen als pauschale und sachlich nicht fundierte Zurückweisung.
Es zieht sich in die Länge.
Ist das vielleicht so gewollt?
Denn inzwischen ist die ehedem allein und im eigenen Namen als Verkäuferin handelnde Heizkesselkaufhaus GmbH zu einer lediglich als Vermittlerin für Kaufverträge einer Heizkesselkaufhaus GmbH und Co KG herabgestuft geworden.
Eine nicht alltägliche Entwicklung.
Wozu das wohl gut sein mag.

Auf der Internetseite des Heizkesselkaufhauses steht neuerdings:

Bei den abgeschlossenen Verträgen über diese Internetplattform handelt es sich um Kaufverträge, die im Namen und für Rechnung der 
Heizkesselkaufhaus GmbH& Co KG, Am Lehnitzsee 2; 14476 Potsdam geschlossen werden.

Die Heizkesselkaufhaus Verwaltungs GmbH tritt für die Heizkesselkaufhaus GmbH & Co KG ausschließlich als Vermittler auf.

Die Leute von den beiden Heizkesselkaufhaus Gesellschaften werden sich dabei, auch unter adäquater Berücksichtigung spezieller Haftungsfragen, ganz sicher etwas besonders Gedeihliches gedacht haben, denn an anderer Stelle ist vermerkt, dass die Vermittlerin aufgrund eigener Geschäftsbedingungen lediglich noch Dienst- und Werkleistungen erbringt.

Sollen so die berechtigten Interessen der Kunden besser geschützt werden, deren Wahrung ein guter Kaufmann ja stets zusagt? Oder ist einfach der “gute Service” der Grund?
Sollen die Kunden besser mit 2 Vertragspartnern zu tun haben, weil das vorteilhafter als nur 1 ist?
Vorteilhafter für wen?
Doppelt gemoppelt soll ja besser halten.
Die kleinere Nummer 2 verkauft Heizkessel usw. für die größere Nummer 1. Nummer 2 bietet Dienst- und Werkleistungen (Beratungen und Montagen).

Und bei wem trägt man zukünftig Reklamationen vor?

13 KommentareSchreiben Sie Ihre Meinung

    • Rosilein, man verrät doch nicht im voraus, was man tun wird. Aber gut, weil Du es bist und ich weiß, dass Du es nicht weitersagen oder ausplaudern wirst: WIR WERDEN KLAGE BEIM ZUSTÄNDIGEN LANDGERICHT EINREICHEN UND DIE REKLAMATIONSFORDERUNG BIS ZUM LETZTEN CENT DURCHFECHTEN. WIR MACHEN WEDER KOMPROMISSE NOCH GEFANGENE!

      • @Concirge

        So ist recht. Holt euch euer Recht. Womöglich haben sie es sogar verdient, vor den Kadi zu kommen. Bin auf das Ende der Geschichte schon heute gespannt. David gegen Goliath. Wer ist David?

  • Kann es sein, dass uns allen ein böses Erwachen mit dieser ideenreichen Firma bevorsteht? Ich habe einmal einen Film gesehen, darin gingen nach meiner Erinnerung Leutchen auf diese Weise vor, die sich oder Vermögensgegenstände vor irgendwelchen anderen Leutchen in Sicherheit bringen wollen.
    Nur so ein Gedankenspiel eines Laien: Könnte der Grund dafür in Lieferanten- oder Steuerschulden, Kundenrückforderungen oder Folgen verschwiegener Risiken aufgrund eigener Fehler liegen? Eine Frage, die ich mir deshalb stelle, weil ich von so etwas keinen Dunst habe: Ist es vorstellbar, dass die sich auch vor jemandem verstecken wollen oder müssen?
    😉 ,so was wär für viele Kunden ein Ding.

  • So was wie das Heizkesselkaufhaus ist doch toll, unnahmlich erfolgreich, einfach krass irre. Weiter so. Macht eure Kunden endlos glücklich. Die wollen es genau so. Nehmt keine Kritik ernst. Kritiker sind Neider. Ihr seid die absoluten Kings im Heizungskeller. Ihr setzt Maßstäbe und Euer Wort gilt. Echte Konkurrenz existiert in unsere Galaxie einfach garnicht

  • Bei diese Firma würde ich unbedingt kein einzig mal was kaufen. Das ist meine erste Meinung. Dein Geld ist verloren. Sei dir klar. Bei uns heißt so eine Firma ApS und hat noch weniger Haftungsgeld als eine Deutschland GmbH. Die gehen hier in DK in Reihe jeden Tag kaputt. Wie bei euch in Deutschland die kleinen GmbH mit gerade 25000 euro Haftungsgeld. Das machen die, weil Fehler nie das eigene Geld kosten darf. Lieber Geld von Kunde + Lieferungen.
    GmbH und Aps, Limited und srl sind allein nur Risiko für alle Kunde.

  • Befürchte ihr habt euch bei der Wahl des ostdeutschen Lieferanten kaufmännisch und technisch total vergriffen. Im Prozess gegen die GmbH werdet ihr sicherlich in der Hauptsache obsiegen. Geld werdet ihr aber nicht bekommen.
    Clarissa hat das gut erkannt.
    Habt ihr einen Ausweichplan?

    • Ich will nicht widersprechen. Wir sehen es inzwischen auch als einen echten “Schuss in den Ofen” und befürchten, dass Clarissa nicht unrecht hat. Wir verfügen über einen sogenannten Plan “B”. Diesen möchten wir aber zur Zeit nicht öffentlich machen.
      Nur eines kann ich bereits heute dazu mitteilen: Lautet das Urteil des Gerichts, dass der Lieferant die Heizungsanlage zurücknehmen muss dies wird nicht getan, kommt der “titulierte Anspruch” nicht einfach in den Schrank, damit sich darauf Staub sammelt.

  • Liebe Gitti, seit ihr sicher, dass ihr von euerem Verkäufer aus Sachsen-Anhalt jemals Geld bekommen werdet? Die Firmenmetamorphose von einer dominierenden GmbH zu einer doch eher unscheinbaren Dienstleistungs-GmbH mag jeder betrachten wie er es will, ich sehe dies als schiere Angst vor hohen Schadenersatzforderungen.

  • Was wird nun? Folgt dem bisherigen Beweissicherungsverfahren nun automatisch eine Klage oder müsst ihr anhand des Gutachtens eure Prozesschancen neu oder überhaupt erst einmal berechnen?

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