Haus-Heim-Hof

Neuigkeiten von der Heizkesselfront

Puh. Das wurde aber auch Zeit.
Endlich hat die Heizkesselkaufhaus Gesellschaft einen Rechtsvertreter eingeschaltet, ihre Interessen zu vertreten. Zukünftig werden die Schreiben, die der Anwalt meines Mannes formuliert, nun hoffentlich von einem rechtskundigen Kopf gelesen und so beantwortet, dass man daran feststellen kann: “Hier gibt sich von Stund an jemand Mühe, das Thema mit dem notwendigen Ernst sachkundig zu bearbeiten.”
Das war aus der Sicht meines Mannes hochgradig notwendig.
Schien doch die Geschäftsführung des Heizkesselkaufhauses bis dato untätig.
Und endlich – so mein Mann – taucht nun sogar das Wort „Hauptverhandlung“ auch in der Korrespondenz des Heizkesselkaufhauses auf. Das gibt Anlass zur Hoffnung auf eine angemessene Würdigung des Ernstes der Reklamation meines Mannes und seines anwaltlich erklärten Rücktritts vom Kaufvertrag des kompletten Heizungssystems.

GittiTagebuch Seite 133

Der Anwalt es Heizkesselkaufhaus hat Einwände gegen die Feststellungen des gerichtlich bestellten Gutachters vorgetragen und beantragt die Sicherung weiterer Beweise durch den Gutachter und ein Ergänzungsgutachten.

Eine Frage lautet in etwa:
“Wodurch / wie wurden die Schamottsteine im LOGICA-Scheitholzkessel beschädigt?”

Mein Mann weiß nur, dass diese zerbröselt sind. Ob er weiß, woran das liegt? Ich denke, dazu hat er auch keine Erklärung. Er fragt sich aber bis heute, was hat das Heizkesselkaufhaus überhaupt dazu veranlasst am 16.01.2014 unseren Heizkessel einfach mal eben so elementar umzubauen und auch noch seine Steuerung zu verstellen?

“Sind vielleicht diese defekten Schamottsteine am schlechten Ergebnis der Emissionsmessungen schuld?”

Wenn ich mich richtig erinnere, waren es doch die Monteure des Herstellers CHT, die im Auftrag des Heizkesselkaufhauses am 16.01.2014 in unserem Heizungskeller tätig wurden und diese Schamottsteine eingebaut haben.
Auf Grund seines furchterregenden Emissionsausstoßes darf der LOGICA-Heizkessel nicht mehr in Betrieb genommen werden und steht gereinigt, 500 Kilogramm schwer, abholbereit in unserem Keller.
Gut, dass wir noch einen zweiten Heizkessel, den Pelletkessel, besitzen, wir wären sonst ganz schön angeschmiert.

Auch für die explosionsartigen Verpuffungen, die in unserem Heizungssystem stattgefunden haben und die mein Mann dem Gutachter und allen Anwesenden anschaulich und nachvollziehbar geschildert hat, gibt es nun eine vom Heizkesselkaufhaus über deren Anwalt geäußerte mögliche Begründung, die ich folgt verstanden habe: “Irgendwer könnte, um Heizkosten zu sparen, die Menge der zu verbrennenden Pellets reduziert und dadurch explosive Gase in der Brennkammer des Pelletkessels erzeugt haben.”

Mein Mann fragt sich kopfschüttelnd: “Wer hat sich das denn ausgedacht?”

Ach so. Noch etwas wird dem Gericht mitgeteilt: “Die Heizungsanlage wurde von meinem Mann (?) umbaut und der ehedem ursprüngliche Zustand, der nach der Installation der Monteure vom Heizkesselkaufhaus hergestellt worden war, wurde maßgeblich (?) verändert.”

Ja freilich ! Das hätte das Heizkesselkaufhaus wohl gern.

Dies ist nur ein Auszug.
Daneben werden dem für das beweissichernde Gutachten zuständigen Amtsgericht natürlich noch weitere Argumente für eine Ergänzung zum bisherigen Gutachten vorgetragen.
Aber das ist aus der Sicht meines Mannes vollkommen ok und eigentlich hat er es wohl auch irgendwie so oder so ähnlich erwartet.
Jede am Beweissicherungsverfahren beteiligte Partei hat schließlich das gute Recht, eigene Meinungen zu haben und beweissichernde Feststellungen zu beantragen, deren Ergebnis der Findung der Wahrheit bzw. eines fundierten, unumstößlichen Ergebnisses dienen soll.

Vielleicht nutzt dieses Beweissicherungsverfahren ja tatsächlich, um einen Prozess zu vermeiden.
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3 KommentareSchreiben Sie Ihre Meinung

  • Ich konnte bis heute im Blog nirgendwo lesen, dass der Anwalt des Heizkesselkaufhauses in der Konsequenz Schwung in die Sache gebracht hat. Nicht einmal ein bisschen. Bis zum Jahresende 2014 hat sich das Heizkesselkaufhaus garantiert nicht gerappelt. Stimmts?
    Ich habe genug Erfahrung sammeln können und rate weiter zur Geduld. Sie sind ja noch reichlich damit beschäftigt ihre Mängelrüge gegen den Widerstand vom heizkesselkaushaus überhaupt erst einmal ausreichend wasserdicht zu begründen. Das läuft noch so manches Wasser die Elbe hinunter.

    • Ja. Er ist der Ansicht, dass er die Auseinandersetzung mit dem Heizkesselkaufhaus erfolgreich überstehen wird und sieht das Beweisverfahren + einen folgenden Prozess vollkommen entspannt. Ob er am Ende allerdings das ausgeurteilte Prozessergebnis 100% wird realisieren können, also sein Geld tatsächlich zurückerhalten wird, schätzt er nicht so eindeutig ein.

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