Haus-Heim-Hof

Unser “Jahr 1” mit dem Heizkesselkaufhaus (g)

Gittig) Zulassungspapiere und Dokumente
“Pellet-Heizkessel Elektromet EKO – PE …”

Tagebuch Seite 88

Wer wie mein Mann Wert auf ordnungsgemäße Papiere legt, wird beim Elektromet auf den ersten Blick nicht enttäuscht sein.
Die Zulassungsunterlagen = abriebfestes Typenschild, Konformitätsurkunde mit DIN und EN-Bezeichnungen (auf polnisch), ➡ CE-Zeichen als Hinweis auf Mindeststandards, Prüfzertifikat der Herstelllers (auf polnisch) und ausführlicher Prüfbericht eines polnischen Instituts in deutscher Sprache für gleich mehrere baugleiche Pelletkessel dieses Typs mit unterschiedlicher Leistung, sollten nicht nur dem Schornsteinfeger, sondern im Ernstfall auch der Gebäudeversicherung und deren Gutachtern ausreichen (wenn sie im Brandfalle nicht vernichtet wurden). Hoffe ich.

 

Die Seriennummer des Elektromet wird jeweils bei Verkauf im Rahmen der Handhabung eines OEM-Handelsvertrages mit dem Fabikanten allein und direkt durch das Heizkesselkaufhaus handschriftlich vergeben.
Ich habe recherchiert, dass die Seriennummer nicht erforderlich sein soll (?) und somit auch aus 3 Kreuzen oder einem Phantasiebegriff bestehen könne. Sie sei für Zulassung, Gewährleistung und Haftung piepegal.

Anmerken sollte ich vielleicht noch, dass der Hersteller auch durch einen OEM-Vertrag mit dem Heizkesselkaufhaus sicherlich nicht aus der ➡ Produkthaftung entlassen ist. Wen dies interessiert, der kann sich im neuen ➡ Produkthaftungsgesetz kundig machen.

Grundsätzliches von mir:
Schornsteinfeger sind ganz bestimmt keine ausgebildeten Rechtsgelehrten und achten womöglich vorrangig eher auf das CE-Zeichen des Typenschilds, die Ziffern EN 305-5, die Heizraumverordnung und den einwandfreien Zustand des Schornsteins. Damit hat es sich dann womöglich aber auch schon mit ihrer gefühlten Verantwortung. Aber das reicht ggf. noch nicht.

Achtung:
Lässt ein Schornsteinfeger den Betrieb einer Heizungsanlage zu, weil Kohlenmonoxid und  Feinstaubwerte stimmen und nicht gegen die Heizraumverordnung verstoßen wurde, heisst das nicht, dass damit automatisch alle anderen Voraussetzungen, die noch zu erfüllen wären, vom Tisch sind.

Allein der Hausbesitzer bzw. der Betreiber der Heizungsanlage ist für deren Zustand, die Einhaltung spezifischer Vorschriften und die Einholung aller erforderlichen Genehmigungen / Zulassungen verantwortlich.
Derartige Regelungen dürften einem Häuselbauer nicht fremd vorkommen. Haben doch schon etliche erfahren müssen, dass eine erteilte Baugenehmigung nicht automatisch bedeutet, dass tatsächlich wie geplant drauflos gebaut werden darf.

Fortsetzung folgt auf Tagebuchseite 89
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9 KommentareSchreiben Sie Ihre Meinung

  • Ich kenne die Unterlagen für den Elektromet ziemlich gut. Die Unterlagen, die Käufern ausgehändigt werden. Als ich heute den Blogbeitrag von Paucker über das CE-Zeichen las, fielen mir meine Unterlagen ein und ich blätterte diese durch. Mir fiel plötzlich auf, dass die Examination Certificate vollständig in Englisch abgefasst worden ist und die Deklaracja Zgodnosci, dies ist die Konformitätserklärung mit CE-Symbol, sogar zweisprachig in englisch + polnisch. 
    Das ist mir früher gar nicht aufgefallen. Dem hiesigen Schornsteinfeger auch nicht. Ich benutze des Elektromet jetzt bereits den zweiten winter.
    Paucker zitiert: 

    Bei bestimmten Produktgruppen muss die Konformitätserklärung dem Produkt beigelegt werden.

    In diesem Fall muss die Konformitätserklärung in der Amtsprache des Landes, in dem das Produkt genutzt wird, verfasst sein.

    Kann es sein, dass beides auf Heizkessel zurifft, die in Deutschland verkauft werden? Zumindest die mir vorliegende Declaration of Conformity ist nicht in deutscher Sprache gedruckt. Werden Sie die Papiere Ihres Elektromet auch prüfen lassen?

    • @Silvia Westermann
      Ein interessanter Hinweis. Ich habe  Pauckers Beitrag  auch gelesen, aber den Hinweis nicht so verstanden, dass ich danach die Unterlagen unseres Elektromet kontrolliert habe.
      Ich danke Ihnen.
      Ich habe die Überprüfung soeben nachgeholt. Unsere CE-Erklärung für den Elektromet ist ebenfalls nicht in deutscher Sprache.
      Wirklich ein sehr interessanter Hinweis.

    • @Silvia Westermann
      Danke für Ihren Anruf. An dieser Stelle noch einmal in aller Deutlichkeit: Die bislang unbeachtete Tatsache, dass die CE-Deklaration nicht in Deutsch abgefasst worden ist, wird ebenfalls Gegenstand der bereits in Auftrag gegebenen Überprüfung sein, die gestern um dieses Detail erweitert wurde. Sehr gut möglich, dass  ein Heizkessel aus dem “Europäischen Wirtschaftsraum” zu den von der IHK aufgeführten Aggregaten gehört, die zwingend mit einer in Landessprache des Kunden ausgefertigten Konformitätserklärung versehen sein müssen. Denkbar wäre in der Folge auch, dass eine nicht korrekt ausgefertigte Konformitätserklärung gleichbedeutend ist mit einer für die BRD fehlenden Zulassungsvoraussetzung.
      Das wäre dann unter Umständen ein gravierender Mangel.
      Wer hätte gedacht, dass das irgendwo im europäischen Rechtsdickicht genau vorgeschriebene Formluar einer Konformitätserklärung solche Fragen aufwirft, wo es doch schlicht und ergreifend nichts als die Erklärung einer Einhaltung von europäischen Mindeststandards beinhalten soll?

      Man stelle sich einmal vor, die von Gitti geschilderten Bedenken bestünden womöglich zu Recht.
      Wie viele Heizkessel bundesweit hätten dann einen bislang unentdeckten Mangel und wie viele Zulassungen müssten dann erneut verbindlich abgeklärt oder – falls überhaupt möglich –  neu ausgestellt oder – was ja auch denkbar wäre – überhaupt zum ersten Mal beantragt werden?

  • Ist  OEM, daß sich ein ausländischer Fabrikant aus Verkauf und Garantie und Wartung raushält. Muss das alles der Verkäufer in Germany erledigen?
    ist das nicht schlecht? Und wenn der Verkäufer zu macht? Was geschieht dann ?

  • Durch BAFA-Förderung + behördliche Listung war die Vorlage einwandfreier Genehimgungsdocumente hierfür erforderlich + wenn keine bauartlichen Veränderungen erfolgten oder nur genehmigte durchgeführt sind, werden für den Elektromet bestimmt keine Bedenken bestehen.

    • @Bobby Moreau
      Ein sehr kluger und unbestreitbar logischer Hinweis, den mein Mann in dieser Form auch schon vom Heizkesselkaufhaus erhalten hat und den man gar nicht oft genug wiederholen kann. Wie bereits von mir in einer anderen Antwort (an Steffen und Karin) geschrieben:
      Wir erachten den Elektromet Pelletheizkessel als zu 100% empfehlenswert.
       

    • @Steffen u.Karin
      Vorbehaltlos! Seit mein Mann ihn entsprechend der Anweisungen und Vorgaben des zuvorkommenden Herrn Prim vom Heizkesselhaus eingestellt hat, gab es nur 3 Probleme mit dem Heizkessel. Aber keines davon hatte etwas mit dem Produkt selbst zu tun. Zuerst gab es eine “Pelletverstopfung” obwohl uns lose und nach höchstem Standrs zertifizierte Pellets geliefert wurden. Tatsächlich waren einige Pellets länger als 5 Zentimeter und sperrten die Zufuhr zum Heizkessel ab. Das zweite Problem war, dass der Elektromet an einem Tag mehrmals “keine Flamme” meldete. An diesem Tag herrschte hier bei uns ein derartig heftiger Sturm, dass er duch den Kamin bis in die Heizkessel stürmte. 3x blies er an diesem Tage den Pelletkessel aus. Der dritte Vorfall ereignete sich dadurch, dass mein Mann vergaß, beim Reinigen eine kleine metallene Abdeckplatte wieder zu schließen. Dadurch erhöhten sich die Abgastemperaturen von jetzt auf gleich um mehr als 100°C.
      Sie sehen, das sind alles Vorkommnisse, die nichts mit dem Produkt zu tun haben.
      Wir sind keine Fachleute und ich bin schon gar keine Fachfrau, aber dieser Heizkessel ist nach meiner Ansicht und nach der Meinung meines Mannes uneingeschränkt empfehlenswert.
      Wir werden auf jedem Fall noch einem Tipp des Heizkesselkaufhauses in Hohenwarsleben folgen und vom Schornsteinbauer einen drehbaren, im Viertelkreis gebogenen Schornsteinaufsatz mit Windleitblech installieren lassen, der die Überdach-Öffnung des Schornsteins abdeckt und sich stets gegen die  Windrichtung dreht. Dadurch kann auch bei Sturm kein Windhauch mehr bis in den Heizkessel eindringen und die Flamme “auspusten”.
      Gerade lese ich, das diese Vorrichtungen “Windhauben” genannt werden und zwischen 210 und 250 Euro kosten.
       

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