Haus-Heim-Hof

Und es hat RUMS gemacht
Tagebuch Seite 60

Gitti

Heute Mittag hat sich mein Mann entschlossen, den Pelletkessel nach 1 Woche Betrieb innen zu inspizieren und ggf. zu reinigen.

Besonders die Asche wollte er sich aufmerksam ansehen, denn anfangs war sie grob und anthrazitfarben.

Deshalb wurde bei der Einstellung die Pelletluftmenge von 0% auf 1% erhöht.

Bei der heutigen Kontrolle war die Asche graubraun.

Ich glaube so soll sie wohl aussehen.

Nach knapp 1 Woche Brenndauer fand mein Mann nur knapp 2 Kehrbleche Asche vor.

Wirklich nicht viel.

Ich deute dies so, dass die Ausbeute aus der Pelletverbrennung optimal ist.

Kurz nachdem mein Mann den Pelletkessel wieder in Betrieb genommen hatte, gab es auf einmal ein heftiges Fauchen und aus den beiden unteren Reinigungsklappen rechts und links am Heizkesselgehäuse trat mit einem dumpfen Knall dunkler Qualm hervor.

Solche Verpuffungen sollen lt. Internet wohl vorkommen, wenn die Verbrennungsluft zu gering eingestellt ist

oder

wenn ein ausgeschalteter, noch warmer Kessel  wieder in Betrieb genommen wird, Pellets in die warme Brennkammer einrieseln und in der luftarmen Brennkammer „ausgasen“. Je länger sie da liegen desto mehr Gas entsteht.

Geht der Pelletkessel dann auf „Anzünden“ kann es zu einer Entzündung der Gase kommen, die dann diese Verpuffung hervorrufen.

Der Pelletkessel sollte vor dem „Anzünden“ besser einen Luftstoß durch eine  automatische Vorbelüftung bekommen, dann gäbe es keine brennbaren Gase aus noch nicht verbrauchten Pellets.

Für mich klingt das einleuchtend und ich kann es nachvollziehen.

Mein Mann will Herrn Prim vom Heizkesselkaufhaus anschreiben und bei ihm nachfragen, ob er die Pelletluftmenge noch etwas erhöhen soll. Aktuell steht sie auf 1%. (s.o.)

Die „Badische Zeitung“ bringt heute wie abgesprochen und bestellt passend zum Thema “Verpuffung” einen Artikel [ ➡ hier klicken], den ich zumindest nicht unerwähnt lassen möchte.

 

Wichtiger Nachtrag – 13.10.2012

Mein Mann hat von Herrn Prim (Heizkesselkaufhaus) einen Anruf erhalten, wobei auch die “Verpuffung” zur Sprache kam und es stellte sich schnell heraus, dass meinem Mann ein Bedienungsfehler unterlaufen ist.

Nachdem er den Pelletkessel zwecks Reinigung ordnungsgemäß über die STOPP-Funktion heruntergefahren,  danach über den leuchtenden EIN/AUS-Kippschalter ausgeschaltet und die Reinigung erledigt hatte, wollte er ihn wieder starten.

Er drückte den Kippschalter auf EIN und im Display des Reglers erschien “STOPP”. Der Kessel hatte sich die letzte Programm-Position vor dem Ausschalten  gemerkt.

Mein Mann bediente die OK/Menü-Taste und kam statt in den Automatik-Modus  in einen Steuerungs-Modus.

Da er aber da nicht hinein wollte betätigte er irrtümlich die Minustaste (statt der ZURÜCK-Taste). Der Pelletkessel begann Pellets anzufordern. Erst als mein Mann merkte, dass dieser damit gar nicht aufhören wollte, kam er auf die zündende Idee, doch einmal die ZURÜCK-Taste zu probieren. Dann wieder 1x oder 2x die OK-Taste (so genau weiß er das im Moment nicht mehr, wird es aber beim nächsten Mal für mich aufschreiben) und er kam endlich in den Automatik-Modus, der sofort die Arbeit übernahm und programmgemäß  die Zündung einschaltete.

In der Brennkammer waren aber durch die Fehlbedienung inzwischen zuviele Pellets und als der Brenner zündete, kam es mit einem deutlichen Knall zur Verpuffung.

Abschließend sei angemerkt, dass damit nicht zu spaßen ist.

Leider findet sich in unserer Bedienungsanleitung kein Hinweis auf die Verpuffungsgefahr.

Herr Prim erklärte, dass das Heizkesselkaufhaus (HKKH) diesen fehlenden Hinweis des Herstellers bemerkt hat und an dessen Stelle alle Kunden des HKKH, die Pelletkessel erwerben  (alle oder alle zukünftigen?) darauf hinweisen werden.

2 KommentareSchreiben Sie Ihre Meinung

  • Interessant, dass man den Pelettskessel am besten schon nach einer Woche Betrieb reinigen sollte. Ich war ganz hin und weg von der Idee einen Pelletskessel anzuschaffen. Ich habe von vielen Seiten gehört, dass sie eine tolle Alternative zu den herkömmlichen Heizmethoden sind.

Schreiben Sie bitte Ihre Meinung hierzu

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